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[IUCN] | [CITES] | [CBD] | [Schutzgebiete] | [Gründe für die Gefährdung] | [Links] ArtenschutzArtenschutz unterscheidet sich vom Tierschutz im Wesentlichen darin, dass Artenschutz das Ziel verfolgt, gefährdete Tiere und Pflanzen vor dem Aussterben zu bewahren, sodass Biodiversität (Artenvielfalt) gewährleistet werden kann. Unter "Tierschutz" versteht man hingegen die Bemühung, Tiere als Individuen vor Qualen bzw dem Tod zu schützen.IUCN - Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen - AufgabenGrundlage für den Artenschutz ist eine möglichst aktuelle Datenlage vom Bestand der Tier- und Pflanzenarten weltweit. Basierend auf diesen Zahlen werden die einzelnen Arten von der IUCN klassifiziert, also in Gefährdungskategorien eingeteilt. Insgesamt stehen sieben Stufen zur Verfügung:
Darüber hinaus gibt es noch die Abstufungen "Data Deficient" (Datenlage nicht ausreichend) und "Not Evaluated" (nicht deklariert). Ferner ist es Aufgabe der IUCN, Naturschutzgebiete je nach Ziel und Aufkagen zu kategorisieren.
CITES - Washingtoner ArtenschutzübereinkommenCITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) ist sowohl ein Abkommen als auch eine Organisation, die den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten regelt, um den Fortbestand dieser zu sichern. Über mögliche Neuregelungen wird im Zuge von Tagungen von Vertretern der Unterzeichnerstaaten (Conference of the Parties) beraten. Die letzte Tagung fand in Doha (Katar) statt, an der 2000 Delegierte aus den 175 Mitgliedsstaaten teilnahmen. Allerdings war das Ergebnis dieses Treffen ernüchternd: Man konnte sich weder auf ein internationales Handelsverbot des vom Aussterben bedrohten Blauflossen-Thunfischs noch auf den Schutz verschiedener Haiarten einigen. Lediglich das Handelsverbot für Elfenbein wurde verlängert. CITES ist nicht zu verwechseln mit der Biodiversitätskonvention, einem Abkommen der Vereinten Nationen.CBD - BiodiversitätskonventionDie Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity) ist ein UNO-Abkommen, welches von 191 Staaten ratifiziert wurde. Die USA können an den Konferenzen zwar teilnehmen, müssen sich aber nicht zwingend an die Beschlüsse halten, weil sie das Vertragswerk nicht unterschrieben haben. Das Ziel der Biodiversitätskonvention ist es, Artenvielfalt und gesunde Ökosysteme zu gewährleisten und eine nachhaltige Nutzung der Schätze der Natur zu ermöglichen. Es geht also darum, einen Kompromiss zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen zu finden. Die letzte Biodiversitätskonvention fand 2010 in Nagoya (Japan) statt. Dort konnten sich die Vertreter auf einige Neuregelungen einigen, so sollen beispielsweise in den nächsten zehn Jahren 17 Prozent der Land- und 10 Prozent der Meeresfläche unter Schutz gestellt werden, das Artensterben soll bis 2020 gestoppt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Kampf gegen Biopiraterie. Dies soll mit dem sogenannten ABS-Protokoll erreicht werden, welches eine gerechte Verteilung der Erlöse aus biologischen Ressourcen regelt.SchutzgebieteSchutzgebiete weltweit werden von der IUCN koordiniert. Unterschieden wird zwischen strengen Naturreservaten (Totalreservaten), Nationalparks, Naturdenkmälern, Artenschutzgebieten, geschützten Landschaften und Ressourcenschutzgebieten. Weltweit sind rund 12 Prozent der Landfläche und 6 Prozent der nationalen Gewässer geschützt (Stand: 2008 - Quelle: Biodiversity Indicator Partnership - Coverage of Protected Areas (PDF)). Nach einem Beschluss der Biodiversitätskonvention von 2010 sollen diese Prozentsätze bis 2020 auf 17 bzw 10 Prozent erhöht werden.strenge Naturreservate und Wildnisgebiete (IUCN Kategorie I)Die IUCN Kategorie I wird unterteilt in Ia für Naturreservate und Ib für Wildnisgebiete und bezeichnet die strengsten Schutzgebiete. In Naturreservaten sollen die Ökosysteme ohne Einfluss des Menschen bewahrt werden. Dazu ist es notwendig, den Zugang in diese Areale so weit einzuschränken, dass das ökologische Gleichgewicht nicht gefährdet wird. Im Klartext heißt das, dass in diesen Zonen der Zugang meist nur Forschern gestattet ist, die dort ideale Arbeitsbedingen vorfinden. Wichtig ist, dass Naturreservate weitläufig genug sind. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Ökosysteme auch längerfristig funktionieren.Wildnisgebiete sind für die Öffentlichkeit zugänglich, wenn auch nicht uneingeschränkt. Es muss sichergestellt sein, dass charakteristische Merkmale der Landschaft in ökoligischer, geologischer und physiogeographischer Hinsicht nachhaltig geschützt werden. Der Mensch darf das Landschaftsbild demzufolge nicht signifikant beeinflussen. Besiedlung ist nur in Ausnahmefällen (zum Beispiel für indigene Völker) zulässig. Nationalparks (IUCN Katgeorie II)Nationalparks sollen Naturräume langfristig schützen. Diese sollen auch für künftige Generationen zum Beispiel als Naherholungsgebiete oder für die Forschung zur Verfügung stehen. Im Unterschied zum Totalreservat (Schutzgebiet der Kategorie I), erfolgen mitunter auch Eingriffe des Menschen, zum Beispiel um seltene Arten zu begünstigen, Wildbestände zu regulieren oder eingeschleppte Arten zu eliminieren. Diese Maßnahmen können Artenvielfalt begünstigen. Wichtig ist aber, dass der Mensch die Nationalparks nicht zu intensiv nutzt, denn in bestimmten Teilen sind u.a. Jagd, Fischerei und Forstwirtschaft erlaubt. Nationalparks sind außerdem für den Tourismus von Bedeutung.Beispiele für bekannte Nationalparks: Yellowstone (USA), Kruger National Park (Südafrika), Tsavo East und West (Kenia), Sächsische Schweiz (Deutschland), Teide (Spanien), Sarek (Schweden), Hohe Tauern (Österreich) Naturdenkmäler (IUCN Kategorie III)Naturdenkmäler sind Landschaftselemente, die entweder allein stehen oder zu einem Gebiet zusammengefasst sein können. Es geht in Schutzgebieten der Kategorie III also darum, besondere Naturerscheinungen zu schützen. Das können beispielsweise Wasserfälle, Schluchten, Höhlen, Krater, aber auch Riffe sein. Diese Gebiete sind meist recht klein und haben ein hohes Besucheraufkommen. Zwar sind sie nicht unbedingt darauf ausgerichtet, Ökoysteme zu bewahren, doch Biodiversität wird dennoch begünstigt.Biotop- und Artenschutzgebiete (IUCN Kategorie IV)Biotop- und Artenschutzgebiete sollen natürliche Lebensräume bewahren bzw wiederherstellen, um so das Überleben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten zu sichern. Menschliche Eingriffe erfolgen, falls sie erforderlich sind. Wenn die natürlichen Prozesse nicht gestört werden, sind bestimmte Bereiche dieser Schutzgebiete der Öffentlichkeit zugänglich. Das ist auch wichtig, damit die Besucher ein Verständnis für die Sensibilität der Ökosysteme entwickeln. Die Ausdehnung dieser Schutzgebiete kann stark variieren, sie sind jedoch kleiner als Nationalparks und bewahren daher keine Ökosysteme sondern nur Lebensräme. Unter diese Kategorie können beispielsweise Brut-, Laich- und Feuchtgebiete fallen.geschützte Landschaften (IUCN Kategorie V)Landschaftsschutzgebiete sollen primär das Landschaftsbild erhalten. Die Auflagen für eine Nutzung durch den Menschen sind demnach geringer. Sie dienen beispielsweise als Naherholungsgebiete, können aber auch wirtschaftlich genutzt werden (zum Beispiel zur Jagd, Fischerei oder Forstwirtschaft). Landschaftsschutzgebiete sind im Allgemeinen recht weitläufig und dienen in manchen Gegenden als Bindeglied zwischen zwei Naturschutzgebieten.Ressourcenschutzgebiete (IUCN Kategorie VI)Ressoucenschutzgebiete soll gleichzeitig biologische Vielfalt gewährleisten und eine (begrenzte) wirtschaftliche Nutzung durch den Menschen ermöglichen. Dieser Ansatz wird von Ökologen kritisiert, weil wirtschaftliche Nutzung immer einen Eingriff in ein sensibles Ökosystem bedeutet. Es ist daher wichtig, dass zumindest in einem Großteil der Schutzgebiete auf gravierende menschliche Eingriffe verzichtet wird. Ferner soll mit den Ressourcen, die diese Zonen bereitstellen, sparsam umgegangen werden. Sie sind daher nicht zur intensiven Entnahme vorgesehen und deswegen für die Industrie kaum von Bedeutung. Das schließt auch ein Verbot von Großplantagen ein, die das Landschaftsbild so stark verändern würden, dass die biologische Vielfalt gefährdet wäre.Gründe für Bedrohung verschiedener Tier- und PflanzenartenIm Laufe der Geschichte unseres Planeten sind immer wieder Arten auf natürliche Weise ausgestorben. Heute aber nimmt die Zahl der bedrohten Tierarten so drastisch zu, dass man nicht mehr von natürlichen Schwankungen sprechen kann: Jeden Tag sterben an die 150 Tierarten aus. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zerstörung der Lebensräume und intensive Jagd bzw Wilderei sind verantwortlich für diese dramatische Entwicklung.LebensräumeSensible Ökosysteme werden vom Menschen zerstört, um diese Flächen bewirtschaften zu können (Inwertsetzung). Außerhalb der Schutzgebiete wird dabei keinerlei Rücksicht auf Natur genommen. Küstenregionen sind beispielswise für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten von höchster Bedeutung. Diese Gebiete sind aber auch für den Menschen interessant und in der Folge bleiben immer weniger natürliche Küstenstreifen übrig. Die Kenianische Umweltschutzorganisation COBEC setzt sich für den Schutz dieser Regionen ein und versucht zum Beispiel durch das Pflanzen von höchstproduktiven Mangroven, zerstörte Zonen zu renaturieren. Diese Bäume können Wasservögeln, Reptilien, Säugetieren und Weichtieren wie Schnecken, Austern und Schwämmen als Lebensraum dienen.Ferner ist der Regenwald für unseren Planeten unverzichtbar: Allein im Amazonas-Regenwald sind 90-140 Milliarden Tonnen CO2 gespeichert, außerdem befinden sich dort rund 15% des weltweiten Süßwasservorrats. Die Zerstörung des Regenwaldes zu Gunsten von verschiedensten Plantagen hat also nicht nur katastrophale Auswirkungen für die dort lebende Fauna und Flora (im tropischen Regenwald lebt ca die Hälfte aller bekannten Tier- und Pflanzenarten), sondern auch für uns Menschen. Die weltweite Fleischproduktion ist mitverantwortlich für die voranschreitende Abholzung der Urwälder, weil für die Nutztiermast riesige Mengen an Soja benötigt werden, welches u.a. in den Regenwäldern angebaut wird. Besonders dramatisch ist die Lage für den Orang Utan: Er ist bedroht und sein Lebensraum wird vor allem wegen der riesigen Palmöl-Plantagen in seiner Heimat, der indonesischen Insel Borneo, immer kleiner.
In vielen tropischen Küstenregionen gibt es Korallenriffe, die aufgrund ihres unermesslichen Werts für marine Lebewesen aller Art auch als "Regenwälder der Meere" bezeichnet werden. Leider sind auch diese einzigartigen Lebensräume in Gefahr: Einmal mehr ist der Klimawandel mitverantwortlich für diese Entwicklung, da er ein Phänomen verursacht, das man "Korallenbleiche" nennt: Wenn das Wasser zu warm wird, stoßen die Korallen Algen ab, die ihnen eigentlich Sauerstoff liefern. In weiterer Folge stirbt die Koralle ab, und kann höheren Lebewesen nicht mehr als Nahrungslieferant bzw Schutz dienen. Des Weiteren gelangen immer mehr Schadstoffe in die Weltmeere, worauf die Korallen sehr empfindlich reagieren.
WildereiWilderei ist vor allem in den Nationalparks Afrikas ein großes Problem. Weil viele Einheimische keine Einkommensquelle haben (in Kenia liegt die Arbeitslosenquote beispielsweise bei 40 Prozent), versuchen einige, durch das illegale Töten an Geld zu kommen. Ein großer Absatzmarkt für Produkte aus Elfenbein sind nach wie vor asiatische Länder, vor allem China. Leider wirkt sich die Wilderei massiv auf die Bestandsgrößen einiger Tierarten aus: Zwischen 1950 und 1980 hat die Elfenbeinwilderei ihren Höhepunkt erreicht. Die Elefanten wurden in diesem Zeitraum so stark dezimiert, dass das Aussterben der Art für 2010 prophezeit wurde (siehe: Tierlexikon: Elefant). Das Nashorn ist vielerorts vom Aussterben bedroht, doch nach wie vor gilt das Pulver, das aus dem Horn dieser Tierart gewonnen wird, als Potenzmittel in einigen asiatischen Ländern. Auch in Asien selbst wird gewildert: Auf Tiger wird weiterhin Jagd gemacht, obwohl es weltweit nur mehr in etwa 3200 wild lebende Exemplare gibt (für genauere Informatione zum Tiger siehe: big-cats.org - Tiger). Auch das Pulver von Tigerknochen wird in asiatischen Ländern als Potenzmittel verwendet, verkauft werden aber ebenso die Felle.KlimawandelDa die gloable Erwärmung einen Anstieg des Meeresspiegels verursacht, sind nicht nur polare Habitate, sondern auch Küstenregionen und marine Lebensräume der ganzen Welt vom Klimawandel betroffen. Zwar hat es in der Geschichte unserer Erde immer wieder Klimaveränderungen gegeben, diese gingen aber nie so rasch vonstatten. Daher konnten sich die Arten früher anpassen, heute funktioniert das leider nicht mehr so einfach. Korallen verbleichen, Wüsten weiten sich aus und viele Küstenregionen (z. B. die Malediven) werden bald unter Wasser stehen. Dazu reicht eine Erwärmung von weniger als einem Grad aus.Was Sie tun können
Links zu Organisationen, die für mehr Artenschutz eintreten
animalright.org hat eine Petition erstellt, um vom WWF Reformen einzufordern, welche die Glaubwürdigkeit der Organisation wiederherstellen sollen. Ich wäre für jede Unterstützung in Form von Unterschrift und / oder Teilen dankbar, denn nur wenn wir unsere Stimme erheben, haben wir auch die Chance etwas zu erreichen.
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