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BP Öl-Leck: Vergessen Sie nicht! Boykottieren Sie BP!

Am 20.4.2010 explodierte die im Auftrag von BP geführte Bohrinsel "Deepwater Horizon". Diese Explosion tötete 11 Arbeiter und sie war der Beginn einer Tragödie für die Menschen in der betroffenen Region, für die Tiere und für das sensible Ökosystem des Golfs. BP konnte das Leck schließlich schließen - nach 3 Monaten! Ein Erfolg? Nicht wirklich! Tausende Tiere starben durch das Öl, auch das Wappentier Louisianas, der Braune Pelikan, war von der Katastrophe betroffen. Mangroven, die als Brutstätte und Heimat vieler Tierarten von enormer Bedeutung für das Ökosystem sind, sterben ab, Fischer verlieren ihren Lebensunterhalt.

Leider lernen wir aus den Ölkatastrophen anscheinend nichts. Schon 2009, ein halbes Jahr vor der BP-Tragödie, gab es einen ähnlichen Unfall auf einer Ölplattform im Timorsee (nördlich von Australien). Zwar ist das Ausmaß dieser Katastrophe mit der im Golf von Mexiko nicht vergleichbar - im Timorsee traten 4.500 Tonnen Öl aus, im Golf 670.000 - aber dennoch hätte man schon auf den ersten Unfall reagieren und entsprechende Maßnahmen treffen sollen. Auch die BP-Katastrophe wird wohl kaum nachhaltige Veränderungen bewirken: Tiefseebohrungen sind seit Januar 2011 im Golf von Mexiko wieder erlaubt.

Nur weil jetzt gerade kein Öl mehr nachkommt, ist die Katastrophe noch nicht zu Ende und wird auch in den nächsten Jahren noch nicht vorbei sein, betrachtet man die Auswirkungen auf das sensible Ökosystem. Wollen Sie, dass BP mit einem blauen Auge davonkommt? Wollen Sie, dass die BP-Aktien steigen? Wollen Sie, dass das Leck vergessen wird, weil die Medien nicht mehr davon berichten?

Tanken Sie auch weiterhin nicht bei BP! BP muss für das Versagen, einer solchen Tragödie vorzubeugen, bezahlen. Dieses Desaster war vorhersehbar. Viele Leute hatten dies gewusst und viele Leute informierten BP über die Sicherheitslücken aber niemand reagierte. Sicherheitsmaßnahmen hätten Geld gekostet, offenbar zu viel für BP. Belohnen Sie BP nicht für diese Entscheidung und vergessen Sie die Katastrophe nicht! Nur wenn die Bilder und die Fakten noch im Bewusstsein der Menschen verankert sind, kann etwas verändert werden und BP kann bestraft werden, wie es der Konzern verdient!

Von Regierungsseite scheint man aus der Katastrophe nicht viel gelernt zu haben: Bohrungen in sensiblen Gebieten wie z.B. der Arktis sind weiterhin möglich. Shell kündigte nach einer Pannenserie zwar an, im Jahr 2013 keine der geplanten Bohrungen in arktischen Gewässern mehr durchzuführen, doch das Unternehmen hält an seinen Plänen, nördlich von Alaska verstärkt Öl zu fördern, weiterhin fest - es möchte sich lediglich mehr Zeit verschaffen (siehe dazu auch: Shell: 2013 keine Ölbohrungen in der Arktis, zuletzt zugegriffen am 15.8.2013). Sie können helfen, indem Sie die Kampagne Save The Arctic mit Ihrer Unterschrift unterstützen! Pannen bei der Ölförderung, der Klimawandel, die beunruhigende Tatsache, dass unsere Ölvorräte irgendwann erschöpft sind… all das sollte uns, insbesondere unsere Politiker, daran erinnern, dass es längst an der Zeit ist, verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren, um uns so nach und nach von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen.

Seite zuletzt bearbeitet am: 15.08.2013 19:43:39


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