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EM 2012 - Fußball ohne Tiermassaker

Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine werden tausende Hunde auf grausamste Art und Weise getötet. Besonders im Osten der Ukraine, nahe der Grenze zu Russland, wird kaum kontrolliert; unermessliche Qualen für die Straßenhunde stehen dort an der Tagesordnung.

Was bisher geschah

2007 wurde von der UEFA (Union of European Football Associations) bekannt gegeben, dass Polen und die Ukraine den Zuschlag für die Fußball-EM 2012 erhalten. Sie setzten sich damit gegen die Konkurrenten Italien, Kroatien und Ungarn durch, obwohl besonders in der Ukraine nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die politische und finanzielle Lage zu wünschen übrig lassen: Lange Zeit konnte die Ukraine auf Grund mangelnden Fortschritts beim Ausbau von Stadien und Verkehrsanbindungen gar nicht als Austragungsort bestätigt werden. Nun aber wird die EM sicher in den beiden Ländern stattfinden. Um nach außen hin "sauber" zu wirken, werden in der Ukraine nun tausende streunende Hunde auf grausamste Art und Weise getötet - ein klassisches Eigentor für den Staat, die UEFA und die Sponsoren, denn nun wird internationale Kritik an der Vorgehensweise laut.

Internationale Proteste

Je mehr Bilder wie hier auf Youtube veröffentlicht werden, desto lauter werden die Stimmen gegen diese Art von Tierquälerei. Eine entsprechende Seite auf Facebook hat bereits fast 90.000 Unterstützer (Stand Februar 2012). Bilder von Demonstrationen und Mahnwachen aus ganz Europa finden Sie ebenfalls auf dieser Seite.

Eine Online-Protestaktion auf Facebook, bei der Kritiker der EM 2012 mittels Pinnwandeinträgen die Sponsoren auf das Problem aufmerksam gemacht haben, hatte zur Folge, dass Facebook damit drohte, die Seite "Stop Killing Dogs - Euro 2012 in Ukraine", von der die Aktion ausging, unwiderruflich zu löschen, wegen "Anstiftung zum Spam". Tatsächlich wurden alle paar Sekunden neue Kommentare geschrieben, jedoch nicht von ein paar Leuten, sondern von tausenden, die ihrem Unmut Ausdruck verleihen wollten. Offensichtlich stehen für Facebook aber wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Eigentlich sollte sich ein soziales Netzwerk dieser Größe den Grundrechten der Meinungs- und Redefreiheit verpflichtet fühlen. Darüber hinaus haben Seiten-Administratoren die Möglichkeit, unerwünschte Beiträge zu entfernen, oder die öffentliche Pinnwand gleich ganz zu sperren.
Nichts desto Trotz blieb die Aktion nicht ohne Wirkung: Continental, einer der Hauptsponsoren, hat auf die Reaktionen recht ausführlich reagiert, schließt aber einen Rückzug aus dem Geschäft weiterhin aus. Auch die offizielle Seite der UEFA wurde mit Protestkommentaren überschüttet. Für sie steht als Veranstalter der Euro 2012 besonders viel auf dem Spiel: Wenn viele Menschen dem Boykottaufruf folgen und die Europameisterschaft weder live noch im TV verfolgen, drohen signifikante Umsatzeinbußen. Wenn Geld im Spiel ist, sind Proteste vielversprechend. Es lohnt sich also, demonstrieren zu gehen und seinen Unmut in die Öffentlichkeit zu tragen.

Werden Sie aktiv! Boykottieren Sie die EM und protestieren Sie, um auf die UEFA und deren Sponsoren Druck auszuüben!

kleine Erfolge

Dank der Proteste konnte sich die ukrainische Regierung immerhin darauf verständigen, ein Gesetz zu erlassen, das die Hundetötungen verbietet und die Errichtung von Tierheimen vorsieht. Darüber hinaus sollen Sterilisationsprogramme gefördert werden. Ob diese Maßnahme nur eine Alibiaktion ist, oder tatsächlich Wirkung zeigt, wird sich aber erst herausstellen. Gerade im Osten des Landes sind effektive Kontrollen kaum möglich und auch im Rest des Landes ist es wohl unwahrscheinlich, dass jemand für ein Vergehen an einem Hund bestraft wird. Auch wenn neue Tierheime gebaut werden, wird man diese wohl genauer unter die Lupe nehmen müssen. Man muss sicherstellen, dass die Hunde ausreichend versorgt und human behandelt werden. Man kann schließlich auch Tötungsstationen als Tierheime tarnen. Sterilisationsprogramme sind am vielversprechendsten, weil sie langfristig Wirkung zeigen, jedoch sind diese recht teuer. Die UEFA stellte bisher 2x 8.600 Euro bereit. Diese Summe ist angesichts der Milliardengewinne, die das Unternehmen im Zuge der EM erzielen wird, eine Farce. Leider nutzt die UEFA ihre Chance nicht, ihren Ruf mit wirksamen "Finanzspritzen" für Tierheime oder private Organisationen, die sich um Streuner kümmern, aufzubessern. Daher müssen die Proteste weitergehen!

Tierquälerei ist zu verurteilen - egal ob es sich bei den Opfern um Schweine, Rinder, Tauben oder eben Hunde handelt. Oberstes Ziel muss es sein, Tieren aller Art ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, sodass sie keinerlei Qualen ausgesetzt sein müssen.

Auch der mittlerweile international tätige österreichische Tierschutzverein "Vier Pfoten" ist am 27.3.2012 in die EM-Austragungsorte Kiew, Lemberg, Charkiw und Donezk ausgerückt, um dort streunende Tiere zu kastrieren und medizinisch zu versorgen. Unterstützt wird die Aktion von zahlreichen Prominenten.

Ich möchte hiermit meinen persönlichen Dank an diejenigen aussprechen, die vor Ort helfen und sich um Straßentiere kümmern, sie versorgen und ihnen ein zu Hause geben! Gleichzeitig dürfen wir aber nicht vergessen, dass nicht nur in der Ukraine streunende Tiere auf brutalste Weise getötet werden. Tötungsstationen finden sich in ganz Süd- und Osteuropa. Darüber hinaus wurde Kritik laut, dass auch im Vorfeld des Eurovision Song Contests in Baku (Aserbaidschan) Straßenhunde umgebracht werden, um die Straßen zu "säubern". Es geht nicht darum, ein Land oder eine Veranstaltung auf den Pranger zu stellen, sondern um ein gestärktes Bewusstsein für Ungerechtigkeiten an Mensch und Tier.

Seite zuletzt bearbeitet am: 15.08.2013 00:03:22


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