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[Fakten zur Jagd] | [Gewalt der Jäger] | [Videobeweise] | [Jagd international] | [weiterführende Links]

Jagd

Viele Leute vertreten die Meinung, Jagd sei aktiver Naturschutz. Dabei werden folgende Fakten übersehen:

  • Jährlich werden etwa 350.000 Katzen und zwischen 40.000 und 60.000 Hunde von Jägern erschossen oder in Fallen getötet. Dabei dürfen Katzen erschossen werden, sobald sie sich weit genug vom Siedlungsgebiet entfernt haben (Beispiel: 200m in Schleswig-Holstein). Hunde müssen auf frischer Tat beim Wildern ertappt werden, allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass Hunde vor den Augen ihres Besitzers getötet wurden, wenn sich das Tier von diesem nur wenige Meter entfernt hatte. Siehe dazu folgendes Video.
  • Dabei werden auch Lockmittel verwendet, die Katzen auch aus großer Distanz in die Falle locken (siehe Video oben)
  • Jedes Jahr werden von Jägern an die 5.5 Millionen Tiere erlegt. Das sind alle 6 Sekunden ein Tier und entspricht pro Jahr der Einwohnerzahl von Köln, Berlin und Frankfurt zusammen. Die Haustiere sind hierbei nicht berücksichtigt.
  • Der von Jägern verwendete, hochgiftige Bleischrot ist besonders problematisch. Einerseits verursacht er schwere Umweltschäden: 400 Tonnen Blei wird pro Jahr von der Jägerschaft in der Landschaft verteilt Zum Zweiten streut der Schrot so stark, dass im Mittel bereits nach 35 Metern ein Tier in der Größe eines Hasen oder Fasans nur von einem Schrotkügelchen getroffen wird. Nur so sind die Jäger überhaupt in der Lage, das Tier zu treffen. Für die Tiere bedeutet das unendliche Qualen, über Minuten, Stunden, ja sogar Tage hinweg, denn häufig verenden sie erst an Bleivergiftung! (Quelle: "Tierschutz konsequent", Nr. 2/08)
  • Auch gefährdete Tiere unterliegen dem 100 Tierarten umfassenden Jagdrecht. (Iltis, Rebhuhn, Baummarder etc.)
  • Private Grundstücke werden zwangsbejagt, das bedeutet, der Grundbesitzer hat keinerlei Einfluss auf die jagdliche Nutzung seines Grundes.
  • Für (Jung-)Füchse gibt es keine Schonzeit. Gleichzeitig beharren die Jäger auf dem Argument, die Wildbestände müssten reguliert werden. Ein Widerspruch in sich, denn Kitze, Kaninchen und Vögel gehören zum Speiseplan des Rotfuchses. Tollwutbekämpfung kann den Abschuss nicht rechtfertigen, denn sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz gilt die Tollwut als ausgerottet. Lesen Sie nach auf schonzeiten.de und Wikipedia - Tollwut.
  • Es ist den Jägern erlaubt, Wildtiere im Winter zu füttern. Dadurch wird den Tieren aber nicht geholfen, sondern der natürliche Nahrungszyklus wird gestört. Weil mehr Nahrung vorhanden ist, gibt es im Frühjahr mehr Nachwuchs. Jäger nutzen diese Tatsache, um den Abschuss anderer Lebewesen zu rechtfertigen. Im Übrigen dienen Futterkrippen nicht selten dem Anlocken von Wildtieren zu einem Hochsitz, wo die Jäger bereits lauern.
  • Fasanerien sind in Deutschland und Österreich noch immer weit verbreitet. In winzigen Käfigen werden junge Fasane aufgezogen, die danach ausgewildert und geschossen werden. Nur so kann die intensive Bejagung der Vögel fortgeführt werden.

Die Jagd ist dennoch nicht das einzige Problem der Wildtiere. Ihnen steht immer weniger Platz zur Vefügung: Autobahnen stellen für sie ein unüberwindbares Hindernis dar, Nationalparks werden wirtschaftlich genützt (z.B. als Skigebiete), Felder schränken ihren Lebensraum ein. Letzteres wird vor allem durch die wachsende Nachfrage an Fleisch und anderen tierische Produkten verursacht. Siehe dazu auch Vegetarismus - Proteine pro m2 Anbaufläche. Unsere Art zu leben hat also nicht nur auf Nutz-, sondern auch auf Wildtiere einen großen Einfluss. Der WWF plädiert für die Errichtung von sogenannten "Grünbrücken" über Autobahnen, die Wildtiere als Verbindung zwischen zwei von der Autobahn getrennten Gebieten nutzen können. Siehe dazu auch News - Tierschutzmauer versperrt Schwedenplatz.

Laut Wikipedia - Nationalparks in Deutschland sind derzeit nur 0,54% der Gesamtfläche Deutschlands geschützt. Um der Natur ihre Ursprünglichkeit zurückzugeben, muss dieser Prozentsatz dringend erhöht werden. Leider gibt es immer wieder Widerstand durch die örtliche Bevölkerung, durch Unternehmen und durch politische Parteien, die dem wirtschaftlichen Aufschwung mehr Bedeutung beimessen als dem Umweltschutz. Dieser Mangel an unberührter Natur führt dazu, dass sich in Deutschland kaum Raubtiere ansiedeln können. Räuber sind in einem gesunden Ökosystem jedoch von höchster Bedeutung: Sie dezimieren die Wildtierbestände auf natürliche Art und Weise.

Erfolgsmeldungen gibt es jedoch, nämlich aus der Lausitz in Ostdeutschland. Dort siedeln sich seit 1998 wieder Wölfe an, nachdem sie bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerottet worden waren. Derzeit gibt es in der Region rund um den Nationalpark Sächsische Schweiz 40-45 Wölfe (siehe dazu: NABU - Wölfe in der Lausitz). Die meisten Jäger kritisieren die Ansiedlung von Raubtieren, obwohl - wie man an dem Beispiel Lausitz deutlich sehen kann - das Zusammenleben zwischen ihnen und dem Menschen funktioniert. Doch leider bleibt es nicht immer bei Kritik: Anfang August 2013 töteten Unbekannte in Niederösterreich zwei Luchse. Angesichts der geringen Population ist jeder tote Luchs ein schwerer Verlust für den Artenschutz. Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, belohnen der WWF und der Naturschutzbund Österreich mit 3000 Euro (siehe wwf.at - Brutale Luchstötung: 3.000 Euro Belohnung ausgesetzt, zuletzt zugegriffen am 15.8.2013).

Für Entsetzen sorgte Mitte August 2013 ein Video, in dem ein Jäger eine angeschossene, noch lebendige Gams über zwei Minuten lang über Stock und Stein hinter sich her schleifte, ehe sie von einem anderen Jäger mit einem Messer getötet wurde. Angeblich soll es sich bei dem ersten Jäger um einen russischen Jagdgast handeln. Auch wenn sich die Öffentlichkeit und sogar die Jägerschaft großteils empört zeigten, handelt es sich hierbei nur um einen von zahlreichen Fällen, in denen Tiere sekunden- oder sogar minutenlang leiden müssen, weil sie vom ersten Schuss nicht tödlich getroffen worden sind. Dieser grausame Akt der Tierquälerei wurde zufällig von einem niederländischen Touristen gefilmt und auf YouTube hochgeladen. Mittlerweile wurde das Video wieder von der Plattform entfernt, hier ist es immer noch zu sehen (ab 1:40). An dieser Stelle sei darauf higewiesen, dass sich besonders sensible Menschen diese Aufnahmen nicht ansehen sollten.

Gewalt der Jäger

Dass Jäger gewaltbereit sind, zeigen einige Videos des Vereins gegen Tierfabriken von einer Jagd nahe Zurndorf (Burgenland/Ö), an der etwa 60 JägerInnen teilgenommen haben. Der VGT schildert diese Vorkommnisse folgendermaßen: "Am Sonntag, den 18. November 2007, südlich von Zurndorf im Burgenland. Ca. 60 erwachsene Männer und Frauen wissen nichts Besseres mit ihrer sonntäglichen Freizeit anzufangen, als durch Felder zu stapfen und mit Schrotladugen auf Hasen zu ballern und ein regelrechtes Blutbad anzurichten. Zahllose Hasen werden angeschossen, kriechen am Boden entlang und schreien dabei herzzereißend wie Kleinkinder, oder werden von auf sie gehetzten Jagdhunden zerrissen. Treiber schlagen mit Stöcken und der Faust auf verletzte Tiere ein, angeschossene Hasen werden aber auch in ihrem Schmerz einfach liegen gelassen."

Soweit zum Ablauf der Jagd. Der Höhepunkt ereignete sich, als eine Gruppe von Tierschützern vorort eintraf und gegen dieses Massaker friedlich protestierte. So druckte es der VGT ab: "[...] Bereits im Vorfeld hatte sich herausgestellt, dass in diesem Jagdgebiet illegale Fasanerievolieren geführt werden. überall sind Futterstellen für alle möglichen Tiere und insbesondere Hasen aufgestellt, sodass diese künstlich hergestellte Überpopulation aus ausgesetzten und aufgefütterten Zuchttieren für ein Gemetzel herhalten kann. Dagegen protestierten die tapferen AktivistInnen, im Namen aller Menschen mit Herz und Hirn.

Doch die Jägerschaft reagierte mit brutalster Gewalt. Trotz der Anwesenheit von 40 jagdfremden Personen mitten unter der Treibjagd, schossen viele JägerInnen weiterhin auf Hasen, die zwischen den Menschen herumliefen. Einem Aktivisten wurde sogar in seinen Regenschirm geschossen, während er ihn in der Hand hielt! 2 Jäger legten jeweils ihre geladenen Waffen an und drohten zu schießen, würden die Aktivisten nicht weggehen.

Am Nachmittag eskalierte die Gewalt der JägerInnen gegen Menschen, die nicht ihre Meinung teilten, vollends. Sie fielen in großer Gruppe über 4 einzelne Aktivisten her, schlugen sie zu Boden und traten sie mit aller Kraft auf den Kopf und den Körper. Sie versuchten auch ihnen die Videokameras und Fotoapparate zu entreißen. 5 JägerInnen wollten sogar einen Aktivisten in ein Jagdauto zerren, offenbar um ihn dort außer Sichtweite zu misshandeln [...]" (VGT, "Tierschutz konsequent", 2/08)

Die Videobeweise - aufgenommen vom VGT - gibt es hier:
http://www.youtube.com/watch?v=IRyvXVncalQ
http://www.youtube.com/watch?v=dxCSWXn429Q
http://www.youtube.com/watch?v=aM9JbKNM9a8
http://www.youtube.com/watch?v=Gk5jctc6QNM
http://www.youtube.com/watch?v=IYLVrE0VOz8

Jagd international

Besonders problematisch ist die Trophäenjagd, die vor allem in Afrika und in Mittelasien praktiziert wird. Das beliebte Touristenziel Kenia gehört zu den wenigen Ländern in Afrika, in denen Trophäenjagd nicht gestattet ist. Zwar gibt es dort viele Wilderer, was aber vor allem daran liegt, dass Kenia im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten wie Namibia, Botswana, Sambia oder Simbabwe viele Einwohner hat und dass es an Somalia grenzt, woher viele Wilderer kommen.

Besonders beliebte Ziele sind für Jäger die Big Five, zu denen Elefant (gefährdet), Bison, Löwe (gefährdet), Leopard und Nashorn (gefährdet) zählen. Ja, es ist tatsächlich in manchen Gebieten erlaubt, auf diese und viele weitere Tierarten zu schießen. Zwar gibt es Quoten, diese beruhen aber nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern sind von den Regierungen quasi willkürlich festgelegt. Sie schützen also die Bestände nicht notwendigerweise.

Jagdtourismus ist mittlerweile zu einem Wirtschaftszweig geworden, von dessen Aufschwung vor allem die Organisationen profitieren, die Trophäenjagden anbieten. Diese Unternehmen werden allerdings von reichen Europäern oder Amerikanern geleitet, demnach kann finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer die Trophäengeilheit der Jäger nicht entschuldigen. Ökotourismus, wie zum Beispiel von der Kenianischen Umweltschutzorganisation COBEC angeboten, hilft den Einwohnern also mehr als Trophäenjagd. Um mehr über die vielen weiteren positiven Effekte von Ökotourismus zu lernen, lesen Sie sich bitte die Präsentation von COBEC durch.

Viele Leute argumentieren, dass Trophäenjagden Wilderei reduziert. Wie oben erwähnt gibt es in Kenia zwar Wilderer, aber nicht wegen des Verbots der Trophäenjagd, sondern aus Gründen, die die geographische Lage betreffen.

Anstatt "Bekämpfung der Wilderei" als Argument für das Töten gefährdeter Tierarten heranzuziehen, sollte man das Problem anders angehen: So würde zum Beispiel der Serengeti Highway Wilderern viele Möglichkeiten bieten, sich unbemerkt in den Nationalpark (in diesem Falle in die Serengeti) hineinzuschleichen. Weiters leisten die Wildhüter zwar gute Arbeit, es sollte aber dennoch in neue Technologien zur Überwachung der Reservate investiert werden. Dazu sind freilich Förderungen aus dem Ausland notwendig, unter anderem auch Spendengelder.

Internet Hunting

Als Internet Hunting bezeichnet man eine besonders skrupellose Jagdtechnik: Die "Jäger" melden sich auf einer Internetseite an, bezahlen einen bestimmten Geldbetrag und können daraufhin von ihrem Wohnzimmer eine Schussanlage im Freien steuern. Um sicherzustellen, dass immer genügend Beutetiere vorhanden sind, befindet sich bei den Schussanlagen eine Futterstelle. Der Ursprung dieser abscheulichen aber leider effektiven Methode liegt in Texas.

Weitere Informationen gibt's hier
www.vgt.at
www.etn-ev.de
www.animal-peace.de
www.abschaffung-der-jagd.at

Wir Füchse

zwangsbejagung ade

Auch ich habe ein Video zum Thema Jagd gemacht, in dem ich auf die oben angeführten Fakten, auf die Gewalt der Jäger (Videos vom VGT) und auf die Kommentare der Jäger auf Youtube eingegangen bin, wer auf Youtube registriert ist, kann das gerne als Diskussionsplattform benützen.

URL: http://www.youtube.com/watch?v=q9BAKZ0Op9Y

Seite zuletzt bearbeitet am: 29.08.2013 16:48:39


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