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Mangroven - Bedeutung für Mensch und Ökosystem

Allgemeines

Mangroven (wissenschaftl. Name: Rhizophora) sind ziemlich anspruchslose Bäume, die auch dort gedeihen, wo andere Pflanzen nicht überleben könnten. Genauer gesagt wachsen sie in salzhaltigem Boden in tropischen und subtropischen Gebieten. Mangroven sind daher häufig an Flussmündungen oder Küstenlinien zu finden. Sie bilden also oft die Grenze zwischen Land und Meer. Obwohl sie sich an ihren Lebensraum gut angepasst haben, benötigen Mangroven stabile Bedingungen. So sollte das Wasser beispielsweise eine Durchschnittstemperatur von 20 Grad haben. Insgesamt sind 69 verschiedene Arten bekannt.

Bedeutung für Ökosysteme und Menschen

Da sich die Wurzeln der Mangroven häufig unter Wasser befinden, bieten die Bäume verschiedenen Arten Schutz. Weichtiere, kleine Fische, Krabben und andere Meeresbewohner können sich unter dem Holz verstecken und sind so sicher vor Feinden. Dennoch gibt es viele Landlebewesen, die auf Mangroven angewiesen sind, darunter verschiedenste Reptilien, Säugetiere und Vögel. Mangroven sind aber auch wichtig für uns Menschen, da sie - aufgrund der Tatsache, dass sie das Sediment stabilisieren - Küstenregionen vor Stürmen, Erosion und Flutwellen schützen. Außerdem reduzieren die Bäume die Konzentration von Schadstoffen in der Luft und sichern eine gute Wasserqualität, weil sie viel Sauerstoff produzieren und unerwünschte Elemente aus der Luft filtern. Kurz gesagt sind Mangroven hochproduktive Ökosysteme, die in jedem Fall geschützt werden müssen.

Menschlicher Einfluss auf Ökosysteme

Leider haben wirtschaftliche Interessen für die Menschen meist Vorrang. So werden Mangrovenwälder weltweit abgeholzt, um Platz z.B. für neue Touristenangebote oder Aquakulturen zu schaffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Besucher generell die Umwelt zerstören, ganz im Gegenteil: Nachhaltiger Tourismus (z.B. in Form von Ökotourismus) unterstützt sowohl die lokale Bevölkerung, als auch die Bewahrung der Natur, da die Gäste in Projekte zum Schutz der Ökosysteme eingebunden werden können und gleichzeitig die Gefahren kennen lernen, denen die Wälder ausgesetzt sind. Mangroven reagieren sehr sensibel auf jegliche Veränderungen ihrer natürlichen Umgebung. Viele Bäume können daher weder den steigenden Meeresspiegel noch eine zu hohe Konzentration von Pestiziden und anderen Chemikalien aushalten. Eine weitere große Bedrohung ist der unselektive Umgang mit natürlichen Ressourcen. Überfischung stört beispielsweise die Nahrungsketten. Viele Mangroven werden auch abgeholzt, um Holz für verschiedenste Zwecke zu gewinnen.

Fazit

Kurz gesagt: Mangroven sind einzigartige Ökosysteme und im Grunde genauso wichtig wie Korallenriffe und Regenwä,lder. Leider sind Mangrovenwälder auch genauso gefährdet wie andere natürliche Lebensräume. Fast die Hälfte aller Mangroven sind bereits verschwunden!

Hinweis: Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit COBEC erstellt. Diese Organisation setzt sich u.a. für den Schutz dieser einzigartigen Ökosysteme ein!

Seite zuletzt bearbeitet am: 16.08.2013 14:42:54


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