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Themenübersicht: [Informieren, diskutieren, überzeugen] | [Im Urlaub] | [In Haushalt und Garten] | [Mit kleinen Taten gegen den Klimawandel] | [Ihre Entscheidung - Ihr Beitrag]

Ratgeber für einen nachhaltigen Lebensstil

Über die auf dieser Seite behandelten Themen Bescheid zu wissen, ist zwar schön und gut. Interessant ist allerdings, wie man als Einzelperson einen Beitrag für eine saubere Umwelt und für einen würdevollen Umgang mit allen Lebewesen leisten kann. Dabei ist es gar nicht unbedingt notwendig, Verzicht zu üben. Dieser kleine Ratgeber soll einen Überblick über die offensichtlichen und die weniger offensichtlichen Dinge, die jeder tun kann, geben und erhebt dabei selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Des Weiteren muss an dieser Stelle gesagt werden, dass es eines globalen Umdenkens, eines Strukturwandels, bedarf, um unseren Planeten auch für künftige Generationen lebenswert zu hinterlassen. Damit so ein Umdenken stattfinden kann, ist es jedoch erforderlich, dass genügend Menschen mit gutem Beispiel voran gehen. Nur in diesem Fall werden sich Wirtschaft und Politik bereit erklären, unser bisheriges System zu überdenken. Das führt kurzerhand zum ersten Thema, einem der wichtigsten, wie ich meine:

Informieren, diskutieren, überzeugen

  • Nutzen Sie Ihre demokratischen Möglichkeiten!

    Wir haben das Glück, in einem System leben zu dürfen, in dem jeder Mensch seine Meinung äußern darf, ohne allein dafür mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen. Dieses Recht hat sich unsere Gesellschaft über all die Jahrzehnte hart erkämpft. Machen Sie davon Gebrauch! Teilen Sie Ihre Anliegen Entscheidungsträgern mit, sagen Sie in der Öffentlichkeit, was Ihnen am Herzen liegt. Informieren Sie sich über Themen, die Sie besonders interessieren und teilen Sie Ihr Wissen. Der österreichische Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) sprach sich im April 2013 beispielsweise gegen ein EU-weites Verbot bestimmter Pestizide, sogenannter Neonicotinoide, aus, welche im Verdacht stehen, für das weltweit beobachtete Bienensterben mitverantwortlich zu sein. Nur etwas mehr als eine Woche später beugte sich Berlakovich dem öffentlichen Druck und stimmte dem Verbot zu.

    Übrigens: Derzeit wird im Geheimen ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA ausverhandelt. Sollte dieses tatsächlich beschlossen werden, ist zu befürchten, dass sich für Europa in den Bereichen Umwelt-, Konsumenten- und Datenschutz Nachteile einstellen (siehe dazu 5 Gründe gegen TTIP). Als Entscheidungshilfe zur Europawahl können Sie hier die Positionen der Fraktionen des österreichischen Nationalrats bzw. deutschen Bundestags zu TTIP nachlesen.

  • Unterstützen Sie Organisationen, denen Sie vertrauen!

    Was Sie alleine nicht schaffen, das schaffen womöglich Organisationen, die sich dem Umwelt- oder Tierschutz verschrieben haben. Die Liste der Organisationen, die Unterstützung in Form von (Sach-)Spenden, Freiwilligenarbeit u.ä. gut gebrauchen können, ist lang. Informieren Sie sich daher ausreichend im Voraus über Projekte, Ziele und Erfolge. Wichtig ist, dass Sie nach Ihrer Hilfe ein gutes Gefühl haben. Am besten wäre es natürlich, wenn Sie sich von der Arbeit der Organisation persönlich ein Bild machen können. Dies ist auch der Grund, warum ich auf meiner Seite die kenianische Umweltschutzorganisation COBEC unentgeltlich vorstelle. Prinzipiell ist es eine gute Idee, auch kleinen, aber ambitionierten Projekten eine Chance zu geben. Der WWF, die wohl größte Umweltschutzorganisation der Welt, litt in letzter Zeit beispielsweise unter schlechter Presse, Vorwürfe des Greenwashings wurden laut.

  • Überdenken Sie Ihr Konsumverhalten!

    Der Konsum bestimmt unser aller Leben. Dementsprechend betreffen die Entscheidungen, die wir als Konsumenten treffen, nicht nur uns selbst, sondern auch die Wirtschaft und damit unsere Gesellschaft. Sie können mit gutem Beispiel voran gehen und zumindest ein Zeichen setzen. Auch wenn Sie alleine durch eine Änderung Ihres Konsumverhaltens keine bahnbrechenden Fortschritte bewirken werden können, so können Sie doch zumindest Teil einer Masse sein, die sehr wohl das dazu notwendige Potenzial hat. Folgene Punkte sollten Sie beachten:

  • Vorsicht beim Fischkauf!

    Möchte man sich nicht vegetarisch oder gar vegan ernähren, so sollte man zumindest auf Nachhaltigkeit achten. Beim Kauf von Fisch bietet das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) einen ersten Anhaltspunkt. In der Theorie soll die mittlerweile unabhängige Organisation Fischereien zertifizieren, die auf umweltschonende Fangmethoden zurückgreifen. Tatsächlich wird die Umsetzung aber von vielen Umweltschutzorganisationen kritisiert. Greenpeace bemängelt beispielsweise, dass die Standards zu unklar formuliert seien, dass nur 60 bis 80 Prozent der Standards erfüllt sein müssten, damit eine Fischerei das Gütesiegel erhält, und dass mitunter auch Arten befischt werden dürften, deren Bestände nicht stabil sind. Eine detaillierte Bewertung des MSC von Greenpeace finden Sie hier: Greenpeace.de - Greenpeace-Bewertung von Marine Stewardship Council (MSC).

    Das MSC-Siegel bietet also, wie gesagt, nicht mehr und nicht weniger als einen ersten Anhaltspunkt. Prinzipiell sollte man ein besonderes Augenmerk auf Fischart und Herkunft legen. So sind beispielsweise die meisten Thunfischarten bereits massiv überfischt. Ein Antrag für ein internationales Handelsverbot für Roten Thun (auch Blauflossenthunfisch genannt) wurde bei der Artenschutzkonferenz 2010 in Doha abgelehnt. Doch nicht nur der Bestand spielt eine wesentliche Rolle. Von Zuchtlachs gibt es zwar reichlich, doch die Aquakulturen haben verheerende Auswirkungen auf die Umwelt: verwendete Pestizide und Antibiotika gelangen in die Umwelt, ab und zu entkommen Zuchtlachse und sorgen dafür, dass sich Bakterien und Viren, die in dieser Form der Massentierhaltung perfekte Bedingungen vorfinden, verbreiten können, Wildfisch wird gefangen und in Form von Fischmehl an die Zuchtfische verfüttert... Auch Garnelen aus Aquakulturen sind nicht unbedenklicher. Bio-Zuchtanlagen gibt es zwar, sind aber die große Ausnahme. Generell ist Bio-Fisch konventionellem Fisch vorzuziehen. Viele Organisationen haben mittlerweile "Fischführer" veröffentlicht, die dem Verbraucher einen Überblick darüber geben sollen, welche Fischarten aus welchen Gründen gemieden werden sollten, so zum Beispiel jener von Greenpeace hier (PDF).

    Aus den zahlreichen Problemen, die mit der industriellen Fischerei verbunden sind, ergibt sich der augenscheinlichste Rat: Genießen Sie Fisch, wenn überhaupt, als nichtalltägliche Delikatesse und essen Sie bewusst. Das bedeutet auch, bei etwaigen Unklarheiten bzgl. Fangmethoden, Herkunft etc. nachzufragen. Als Konsument haben Sie ein Recht zu wissen, was genau auf Ihrem Teller landet.

  • Ernähren Sie sich öfter vegetarisch!

    Fleisch ist nicht nur aus Tier-, sondern auch aus Umweltschutzgründen bedenklich (siehe dazu auch: Vegetarismus). Leider steigt der Fleischkonsum weltweit kontinuierlich an, eine Entwicklung, die vor allem auf wachsenden Wohlstand in Entwicklungs- und Schwellenländern zurückzuführen ist. Leider hat der Genuss von Fleisch in unseren Breiten nichts mehr mit Luxus zu tun: Massentierhaltung, Billigfutter und Schlachtung im billigsten Betrieb anstatt im nächsten ermöglichen eine kostengünstige Fleischproduktion. Die Folge: Wir essen weniger bewusst, nehmen das vorhandene Überangebot und die niedrigen Preise als selbstverständlich hin. Dabei sehen wir gerne über die Tatsachen hinweg, dass 99% unseres Fleisches aus Massentierhaltung stammt, dass durch den enormen Flächenbedarf für Futtermittel durch die Fleischproduktion Proteine pro Flächeneinheit verloren gehen, während knapp eine Milliarde Menschen hungern, dass 40% der durch unsere Ernährung verursachten Treibhausgasemissionen auf Fleischprodukte entfallen (siehe dazu auch: WWF Studie: Klimawandel auf dem Teller).

    Wer sich aus welchem Grund auch immer nicht vegetarisch oder gar vegan ernähren möchte, sollte seinen Fleischkonsum doch zumindest überdenken und sich überlegen, ob eine Reduktion desselben nicht die bessere Alternative für Umwelt, Tiere und nicht zuletzt auch für den eigenen Körper ist, sind doch Krankheiten wie Adipositas zum Teil auf übermäßigen Fleischkonsum zurückzuführen. Versuchen Sie auch, Gastwirte davon zu überzeugen, gegebenenfalls vegetarische Alternativen anzubieten!

  • Achten Sie auf die Marke!

    Verzichten Sie auf Produkte von Unternehmen, die für Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt bekannt sind. Auf marktcheck.greenpeace.at finden Sie eine umfassende Datenbank von Produkten mit Bewertungen von Umwelt-, Tierschutz- und sozialen Aspekten. Auch hier lautet die Devise: Informieren Sie sich und überdenken Sie gegebenenfalls Ihr Konsumverhalten, denn nur so werden sich die betroffenen Unternehmen zum Umdenken gezwungen fühlen.

  • Geben Sie lokalen Produkten den Vorzug!

    Damit unterstützen Sie die heimische Wirtschaft und verkleinern Ihren Ökologischen Fußabdruck!

Im Urlaub

  • Unterstützen Sie Ökotourismus-Programme!

    Oftmals liegt der Reiz einer Reise nicht darin, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Verschiedenes zu sehen, sondern darin, sich intensiv mit einem bestimmten Gebiet auseinanderzusetzen. Ökotourismus bedeutet, in naturnaher Umgebung Aktivitäten durchzuführen, die im Idealfall der lokalen Bevölkerung und der Natur von Nutzen sind. Dies ermöglicht dem Reisenden, eine völlig neue Welt kennenzulernen und besondere Eindrücke zu sammeln, während die Natur nicht leidet - zumindest in der Theorie. Dass Ökotourismus nicht immer den gewünschten Effekt bringt, steht außer Frage, zumal Faktoren wie An- und Abreise, geschaffene Infrastruktur, Müllbeseitigung u.ä. in jedem Fall berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig muss aber bedacht werden, dass die Motivation, die Natur zu bewahren, größer ist, wenn auch wirtschaftliche Vorteile für die Bevölkerung und das Land zu erwarten sind. Solange Sie sich an die Regeln halten, vorsichtig sind, und der Natur Respekt zollen, steht einer Reise mit gutem Gewissen nichts im Wege!

  • Verzichten Sie auf Souvenirs tierischen Ursprungs!

    Artenschmuggel ist ein lukratives Geschäft, in etwa vergleichbar mit Waffen- und Drogenhandel. Damit Sie als Urlaubsreisender nicht unabsichtlich zum Artenschmuggler werden, sollten Sie auf Mitbringsel tierischen Ursprungs verzichten, denn für viele Arten gelten weltweite Handelsverbote oder -einschränkungen. Wenn Sie aus einer gefährdeten Art hergestellte Souvenirs einführen, erhöhen Sie nicht nur den Druck auf die Spezies, sondern riskieren auch hohe Strafen! Auf europäischen Flughäfen kommen seit einigen Jahren Spürhunde zum Einsatz, die eigens zum Auffinden solcher Schmuggelware ausgebildet sind. Auch am Strand gefundene Muscheln können einem Handelsverbot unterliegen!

In Haushalt und Garten

  • Gestalten Sie Ihren Garten naturnah!

    Ihr Garten kann vielen Insekten, Spinnen, Vögeln und Amphibien als Lebensraum dienen! Zu beobachten, welche Tiere sich auf dem eigenen Grundstück tummeln, ist wesentlich spannender als auf eine öde Rasenfläche zu starren. Mähen Sie daher nicht zu oft, legen Sie (nach Möglichkeit) ein Biotop an, stellen Sie Vogelhäuschen auf, montieren Sie einen Nistkasten und/oder ein "Insektenhotel"… Dann wird aus Ihrem Garten bald ein artenreicher Lebensraum.

  • Pflanzen Sie Ihr eigenes Obst und Gemüse!

    Die Vorteile von selbst angebautem Obst und Gemüse liegen auf der Hand: Sie sparen Geld im Supermarkt und können sich sicher sein, dass Ihre Ernte nicht mit allerhand chemischer Mittel behandelt oder um den halben Globus transportiert wurde. Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz unseres Klimas, fördern Biodiversität, indem Sie weniger Produkte aus Monokulturen kaufen, und haben am Ende des Monats mehr Geld für andere Dinge übrig.

  • Verzichten Sie auf den Einsatz von Chemikalien!

Mit kleinen Taten gegen den Klimawandel

  • Setzen Sie sich realistische Ziele!

    Sie werden den Klimawandel nicht aufhalten können. Immer wieder ist es frustrierend, wenn man als Einzelperson kleine Taten setzt, um dem gegenwärtigen Trend entgegenzuwirken, während von politischer Seite kaum Fortschritte gemacht werden. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen! Langfristig gesehen wird ein globales Umdenken unausweichlich sein, werden die Auswirkungen der Klimaerwärmung doch früher oder später uns alle betreffen. Szenarien, wonach dicht besiedelte Gebiete wie beispielsweise die San Francisco Bay, die Niederlande, Bangladesch, Shanghai und viele weitere bald aufgrund des steigenden Meeresspiegels unter Wasser stehen werden (Sequenz aus Davis Guggenheims preisgekrönter Dokumentation "Eine unbequeme Wahrheit"), werden von vielen Leuten derzeit lediglich belächelt. Die Frage lautet: Wollen wir das Risiko eingehen?

    Sollte es je so weit kommen, dass große Teile der Erde unbewohnbar werden, wie wird man mit den wirtschaftlichen Konsequenzen umgehen? Wo wird man die Flüchtlinge unterbringen? Wie wird man angesichts stetig steigender Weltbevölkerung mit etwaiger Nahrungsknappheit umgehen? Nebenbei wird man sich auch die Frage stellen müssen, warum nicht früher etwas unternommen wurde. Beherzigen Sie also die üblichen Tipps, handeln Sie nach dem bekannten Motto "Think globally, act locally", denn Sie sind kein unbeteiligter Zuseher. Sie sind Teil der Gesellschaft - und als Teil dieser Gesellschaft können Sie mitbestimmen, in welche Richtung sich diese bewegt.

    Es geht also nicht "nur" um schmelzende Polkappen, um Eisbären, die ihren Lebensraum verlieren, um Korallenriffe, die unter steigenden Meeresspiegeln leiden und um ein massives Artensterben, das derzeit im Gange ist und sich im Laufe der Zeit wohl noch weiter verschlimmern wird. Es geht auch um unser ureigenstes Interesse: um unser Überleben bzw., um genauer zu sein, um das Überleben unserer Spezies.

  • Steigen Sie um - auf öffentlichen Verkehr, aufs Fahhrad oder gehen Sie zu Fuß!

    Neben der wenig berrauschenden CO2-Bilanz von PKWs gibt es noch ein weiteres, unter Umständen weniger offensichtliches Problem: Bei der Verbrennung von Treibstoff entstehen neben Kohlendioxid auch Kohlenmonoxid (CO) und Stickstoffoxide (NOx). Diese sind nicht nur Treibhausgase, sondern auch anderweitig schädlich, so verursachen beispielsweise beide Verbindungen Smog. Dank der Erfindung des Katalysators können diese Schadstoffe zwar in weniger schädliches CO2 und in Stickstoff umgewandelt werden, doch der Katalysator benötigt hierzu eine bestimmte Betriebstemperatur, die bei kurzen Fahrten nicht erreicht wird. Kurze Fahrten mit dem Auto sind daher wesentlich schädlicher für die Umwelt.

  • Achten Sie auf Energieeffizienz!

    Das EU-Energielabel gibt Ihnen Auskunft über die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten. Die Skala reicht von A (niedriger Energieverbrauch) bis G (hoher Energieverbrauch). Darüber hinaus wurden auch die Klassen A+, A++ und A+++ eingeführt, um es dem Konsumenten zu ermöglichen, noch genauer zu differenzieren. Wenn Sie sich beim Kauf für ein effizientes Gerät entscheiden, helfen Sie damit nicht nur der Umwelt, sondern sparen auch bares Geld. Vergessen Sie auch hier nicht: Je größer die Nachfrage nach effizienten Geräten, desto größer wird schlussendlich auch das entsprechende Angebot sein.

  • Nachhaltige Energie für Ihr Zuhause

    Der Einsatz fossiler Energieträger ist nicht nur klimaschädlich, sondern auch kurzsichtig. Irgendwann wird das Globale Ölfördermaximum ("peak oil") erreicht sein. Zwar ist es schwierig, einen genauen Zeitpunkt auszumachen, doch irgendwann wird der Punkt erreicht sein. Spätestens dann müssen wir uns mit dem Gedanken abfinden, dass den Generationen nach uns die für uns so essenzielle Energiequelle nicht mehr oder nur mehr bedingt zur Verfügung stehen wird.

    Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, diesen Zeitpunkt zumindest so weit hinauszuschieben, dass uns genug Zeit bleibt, alternative Methoden der Energiegewinnung so weit auszubauen, dass wir noch über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg unser gesellschaftliches Zusammenleben so wie wir es kennen gewährleisten können. Steigen Sie also um auf Ökostrom und nutzen Sie Photovoltaik, Geothermie o.Ä.! Warten Sie nicht auf die Energiewende, seien Sie die Energiewende!

Ihre Entscheidung - Ihr Beitrag

Sie sind noch nicht davon überzeugt, dass auch Sie als Einzelperson einen wertvollen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit, Tierschutz und soziale Gerechtigkeit leisten können? Nun, was sagen Sie zu folgenden Beispielen?
  • 2012 entschied sich der Sender National Geographic nach Protesten von Tierfreunden dazu, Melissa Bachman, eine durchaus bekannte Trophäenjägerin, von einer Survival Show auszuschließen. Indem sie ihre Bedenken dem Sender mitteilten, konnten all jene, die am Protest teilnahmen, zeigen, dass wahrer Genuss der Natur einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen voraussetzt.
  • Im Mai 2013 kündigte der Sprecher von Monsanto Europa Brandon Mitchener an, die Lobbyarbeit für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa aufzugeben. Der Grund: mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung. In der EU gibt es - anders als in den USA - eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Organismen in Nahrungsmitteln.
  • Ebenfalls im Frühjahr 2013 kündigte die EU-Kommission an, den Einsatz sogenannter Neonicotinoide für zwei Jahre zu verbieten, um dem massiven Bienensterben Herr zu werden. Der damalige österreichische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) sprach sich anfangs gegen ein solches Verbot aus, ehe er sich dem öffentlichen Druck beugte und einem Verbot zustimmte.
  • Am 19. April 2013 ging SeaWorld Entertainment, Inc., das Unternehmen hinter den gleichnamigen Meeres-Themenparks in Orlando (Florida), San Diego (Kalifornien) und San Antonio (Texas) an die Börse. Nach Veröffentlichung des kritischen Dokumentarfilms Blackfish, der sich mit dem Leben eines Orcas in SeaWorld und generell der Haltung von Walen in Gefangenschaft beschäftigt, ging es mit dem Aktienkurs steil bergab. Zwar hat diese Entwicklung keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Unternehmen selbst, doch sie zeigt, dass Investoren ihr Vertrauen verlieren und damit rechnen, dass die Öffentlichkeit auf die Kontroversen aufmerksam wird und mehr Leute die Parks meiden. (Rezension von Blackfish folgt)
  • 2012 bricht sich Juan Carlos, König von Spanien, eine Hüfte bei der Elefantenjagd. Nur ein royales Missgeschick? Nun, nicht ganz, denn Juan Carlos war zu dem Zeitpunkt noch Ehrenpräsident des WWF. Die Reputation der Umweltschutzorganisation war zu dem Zeitpunkt jedoch schon angeschlagen, nachdem der 2011 erschienene Dokumentarfilm "Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt" von WIlfried Huismann Vorwürfe erhoben hatte, wonach der WWF Greenwashing betreibe. Dass sich ausgerechnet ein Ehrenpräsident bei der Elefantenjagd erwischen lässt, war dem WWF dann doch zu viel, Juan Carlos wurde seines Ehrenamtes enthoben. Maßgeblichen Anteil daran hatte die Öffentlichkeit, die ihrem Unmut via Mails, sozialer Medien, Petitionen (siehe z.B. change.org - Que el Rey Juan Carlos I deje de ser el Presidente de Honor de WWF España) etc. Luft machte.

Dieser Ratgeber wird im Laufe der Zeit erweitert werden. Wenn Sie noch Ideen haben, die Sie hier vermissen, hinterlassen Sie doch bitte einen Kommentar - unkompliziert und anonym.

Seite zuletzt bearbeitet am: 13.04.2014 13:05:42


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10-11-2013 22:47:06 von Admin

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