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RegenwaldAllein der Amazonas-Regenwald hat heute eine Ausdehnung von 6,7 Mio. km². Aber: Ist das wirklich so viel? Laut Wikipedia ist die Fläche des tropischen Regenwaldes mittlerweile um mehr als die Hälfte zurückgegangen, jährlich wird ein Gebiet abgeholzt, das einem Drittel Deutschlands entspricht. Man kann sich nun natürlich denken: "Was geht mich das an?". Jedoch hat die Rodung nicht nur Folgen für die dort lebende Flora und Fauna (im Regenwald leben nach Schätzungen etwa 50% der Tier- und Pflanzenarten dieser Erde), auch für unser Klima hat der Regenwald eine enorm wichtige Bedeutung. Und man muss nicht einmal ein Naturschutzaktivist sein, um etwas in Richtung Schutz des Regenwaldes unternehmen zu können! Viele der für uns selbstverständlichen Produkte haben ihren Ursprung im Urwald. Darauf genauer zu achten kann die Abholzung des Regenwaldes mit Sicherheit verringern. Das ist gut für uns (Klima), die dort heimischen Tiere und Pflanzen und nicht zuletzt auch für die Ureinwohner.Produkte aus dem RegenwaldUnter anderem stammen folgende Produkte aus dem Regenwald:
Was wir tun könnenNun wird man sich die berechtigte Frage stellen, was man tun kann, denn auf die Produkte zu verzichten, wäre schwierig. Die Lösung heißt in den meisten Fällen: genauer auf das Produkt schauen.
Folgen der RodungDie Rodung des tropischen Regenwaldes hat nicht nur enorme Folgen für die dort heimische Flora und Fauna: Er ist quasi die Klimaanlage der Erde. Die Rodung hätte wäre katastrophal für das Erdklima, da die Bäume das Kohlendioxid aufnehmen und Sauerstoff im Gegenzug abgeben - ein Baum erzeugt genug O2 für zwei Menschen für den Rest ihres Lebens (nachzulesen in "Einfach die Welt verändern - 50 kleine Ideen mit großer Wirkung"). Die CO2-Absorption liegt pro Baum und Jahr in den Tropen bei 30 Kilogramm. Allein die Bäme des Amazonas speichern momentan 90 bis 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid - würde man den gesamten tropischen Regenwald dieser Erde abholzen, würde sich der Kohlenstoffdioxidgehalt der Erde wahrscheinlich um 25% erhöhen (Quelle: Spiegel online - Amazonas-Regenwald könnte zur Savanne werden Der WWF schätzt, dass das Ausbleiben von Niederschlägen häufiger wird, wenn der gerodete Teil mehr als 30% ausmacht. Fakten zum Regenwald
Palmöl: Greenpeace-Kampagne macht auf Raubbau aufmerksamNicht nur der Amazonas-Regenwald schrumpft. In Indonesien ist die Fläche der ursprünglichen Wälder innerhalb von 16 Jahren (nämlich zwischen 1985 und 2001) um 56 Prozent zurückgegangen (Quelle: ORF Science - Borneos Regenwälder schwinden durch Abholzung). Einen maßgeblichen Anteil daran hat der intensive Anbau von Palmöl, das unter anderem zur Produktion von Süßigkeiten, Margarine und Kosmetika verwendet wird. Ein Hauptabnehmer dieses Rohstoffs ist der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt: Nestle. Das Unternehmen erwirtschaftet jedes Jahr einen Umsatz von umgerechnet 84 Mrd Euro (107,6 Mrd Schweizer Franken) und zeigte zumindest bis zur Greenpeace-Kampagne gegen Palmöl trotzdem keinerlei Interesse an einem nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Im Mai 2010 hat sich Nestle schließlich dem Druck der Verbraucher und der Umweltschutzorganisation gebeugt und einen Aktionsplan vorgestellt, in dem erklärt wird, dass Nestle in Zukunft auf Palmöl aus Raubbau verzichten will. Nun bleibt aber abzuwarten, ob der Konzern den Aktionsplan auch einhält, oder ob der kapitalistische Gedanke, das Streben nach Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf die Natur, schlussendlich nicht doch gewinnt.Pro Stunde werden in etwa 150ha Regenwald abgeholzt.
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