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WildereiWilderei ist besonders in vielen Ländern Afrikas und Asiens ein großes Problem, da dort noch viele Tierarten leben, deren Körperteile auf dem Schwarzmarkt sehr begehrt sind. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung in vielen Staaten dieser Erdteile verarmt ist. Einige Menschen riskieren daher harte Strafen und töten Tiere ohne Erlaubnis - mit schwerwiegenden Folgen für die Biodiversität. Zahlreiche Arten sind durch die Wilderei schon ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, weil Wilderer weder Rücksicht auf den Gefährdungsstatus der Arten noch auf deren Schonzeiten und Quoten nehmen.Auch in Europa wird Wilderei praktiziert, beispielsweise von Bauern, die ihr Vieh vor Raubtieren wie Wölfen, Bären, Luchsen u.ä. schützen wollen, von Jägern, die auf geschütztes Wild schießen, weil sie den Konkurrenzkampf fürchten oder von Leuten, die es auf Trophäen abgesehen haben. Wilderei ist demnach ein internationales Problem, egal ob "nur" als Eingriff in fremdes Jagdrecht oder um den großen Coup am Schwarzmarkt zu landen. Beispiele für durch Wilderei bedrohte Arten
1: Der Term "Östlicher Gorilla" bezeichnet eine Art. Darunter fallen sowohl Berggorillas (Gorilla beringei beringei) als auch östliche Flachlandgorillas (Gorilla beringei graueri). Berggorillas sind besonders gefährdet (Critically Endangered). Wilderei in AfrikaSteigender Wohlstand in Asien führt leider unweigerlich zu einer ehröhten Nachfrage nach Elfenbein und Horn des Nashorns. Diese Entwicklung gibt den Wilderern einen größeren Anreiz, diese Produkte zu beschaffen, obwohl den Kriminellen strenge Strafen drohen. Besonders in Südafrika, Simbabwe und Kenia hat man Wilderei nicht unter Kontrolle. Verschiedene Quellen berichten, dass im Jahr 2010 in Südafrika ca 300 Nashörner illegal getötet wurden. Nun will man der Krise mithilfe von GPS-Sendern, mit denen man die jederzeit die genaue Position der Tiere feststellen kann, Herr werden.Die Elfenbeinwilderei hat zwar ihren Höhepunkt bereits in den 1980-er Jahren erlebt, doch noch immer ist die Nachfrage nach dem Material besonders in Asien recht hoch. Siehe dazu auch: Afrikanischer Elefant - Verhältnis zum Menschen. Im beliebten Touristenziel Kenia fallen beispielsweise zahlreiche Elefanten Wilderern zum Opfer. Die Kriminellen kommen - wie ich im Gespräch mit einem Safari-Guide erfahren durfte - häufig aus dem benachbarten Somalia und schleichen sich bei Vollmond in die Parks, um dort die Tiere mit Blasrohren oder Bögen zu treffen, denn Schusswaffen wären zu laut und würden wohl die Aufmerksamkeit der Wildhüter erregen. Den Tieren werden verschiedene Arten von Betäubungsmitteln injiziert, sodass die Wilderer das Horn des Nashorns bzw die Stoßzähne des Elefanten absägen können. Die Tiere werden danach sterbend liegen gelassen. In den letzten Monaten machte ein beispielloses Elefanten-Massaker im Nationalpark Bouba Ndjida im Nordosten Kameruns immer wieder Schlagzeilen. Bereits mehr als 400 Tiere sollen seit Beginn des Jahres von bewaffneten Wilderer-Banden getötet worden sein, der Bestand des gesamten Parks ist in Gefahr. Für nähre Informationen und weiterführende Links siehe: Elefantenmassaker in Kamerun: heftige Gefechte (15.03.12) Kamerun: 200 Elefanten in wenigen Wochen getötet (17.02.12) Wilderei in AsienDas begehrteste Tier für die Wilderer in Asien ist der Tiger. So gut wie alle Körperteile der Raubkatze können gewinnbringend verkauft werden. Die Gründe für die große Nachfrage liegen zum Teil in der traditionellen chinesischen Medizin: Im "Reich der Mitte" gelten sowohl Tigerknochen als auch der Tigerpenis als potenzfördernd. Mit wachsendem Wohlstand in den asiatischen Schwellenländern wird außerdem die Nachfrage nach Tigerpelz- und Fleisch steigen. Bis heute sind drei Tiger-Unterarten ausgestorben: der Java-Tiger, der Bali Tiger und der Kaspische Tiger. Weitere Unterarten, darunter zum Beispiel der Sumatra-Tiger, stehen kurz vor der Ausrottung und könnten nur durch umfassende Schutzmaßen gerettet werden.Tiger sind wie auch alle anderen asiatischen Großkatzen im CITES-Anhang I aufgelistet. Das bedeutet, dass sowohl das Töten der Tiere als auch der Handel mit deren Körperteilen international verboten ist. Das heißt, auch in der chinesischen Medizin dürften die angeblichen Heil- bzw Potenzmittel nicht verwendet werden. Doch gerade weil die Großkatzen so streng geschützt sind, erzielen sie am Schwarzmarkt einen hohen Preis. Mittlerweile gibt es Tigerfarmen in China und anderen Staaten Südost-Asiens. Doch durch die Aufzucht von Tigern ist das Problem der Wilderei nicht gelöst. Um zu vermeiden, dass es zu Inzucht kommt, brauchen diese Farmen immer wieder Nachschub aus einem anderen Genpool. Eine weitere Anlaufstelle für asiatische Wilderer ist der thailändische Tigertempel Wat Pha Luang Ta Bua, der sich weniger als 200 Kilometer westlich von Bangkok befindet. Getarnt als Schutzeinrichtung für verwaiste Tiger ist das Kloster in Wirklichkeit Schauplatz von unermesslicher Tierquälerei und in den illegalen Handel mit Tigern involviert. Da hier nur relativ junge Tiger gehalten werden können, werden immer wieder neue Jungtiere benötigt. Die älteren Exemplare werden dann häufig nach China verkauft und in Tigerfarmen gesteckt. Jeder Besucher des Tigertemples muss sich also bewusst sein, dass er im Grunde Wilderei in Asien unterstützt. Lösungen - Was man gegen Wilderei tun kann
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