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01.09.12 - 00:48:57 (+0200)

copy link button National Geographic: Survival Show ohne Trophäenjägerin

Nach öffentlicher Diskussion entschloss sich der Spartensender National Geographic Channel dazu, die Trophäenjägerin Melissa Bachman von der Teilnahme an einer Survival Show, welche nächstes Jahr ausgestrahlt werden wird, auszuschließen. Damit reagiert der Sender auf eine Protestbewegung auf Facebook, der sich innerhalb weniger Tage über 5,500 User angeschlossen haben. In einer Stellungnahme erklärt der Sender:

"[...] Upon further reflection we plan to eliminate one of the survivalists from the ensemble cast, Melissa Bachman. Hunting is not the focus of the show, and we regret the misinformation that has clouded what we hope will be an exciting adventure series set in the incredible Alaskan landscape."

Quellen auf Englisch

National Geographic: Survival Show without Trophy Hunter

After public discussion, the niche broadcaster National Geographic Channel decided to exclude trophy hunter Melissa Bachman from participation in a survival show following a protest movement on Facebook which was joined by over 5,500 users within a few days. In a statement the channel explains:

"[...] Upon further reflection we plan to eliminate one of the survivalists from the ensemble cast, Melissa Bachman. Hunting is not the focus of the show, and we regret the misinformation that has clouded what we hope will be an exciting adventure series set in the incredible Alaskan landscape."

29.08.12 - 02:17:24 (+0200)

copy link button Delfinmassaker in Taiji beginnt erneut

Im kleinen japanischen Fischerdorf Taiji wird am 1. September die jährliche Delfinjagdsaison eröffnet. Bis zum Frühjahr des nächsten Jahres werden die Fischerboote auslaufen, um Delfine in jene Bucht zu treiben, die dank der preisgekrönten Dokumentation "Die Bucht" (2009) zu trauriger Berühmtheit gelangte. Dort werden die Tiere unter Ausschluss der Öffentlichkeit getötet oder gefangen, um später an Delfinarien verkauft zu werden.

In den letzten Jahren sind immer weniger Delfine der blutigen Tradition zum Opfer gefallen, was laut des US-amerikanischen Tierbefreiungsaktivisten Ric O'Barry, dessen Einsatz für Delfine für den Film "Die Bucht" dokumentiert wurde, vor allem an der sinkenden Nachfrage nach Delfinfleisch liegt. Diese sei auf die Aufklärungsarbeit der Tierschutzaktivisten zurückzuführen.

Auch dieses Jahr werden Freiwillige der Umweltschutzorganisation "Sea Shepherd" das Massaker dokumentieren. Deren Präsenz vor Ort ist den japanischen Behörden ein Dorn im Auge. Letztes Jahr wurde der niederländische Aktivist Erwin Vermeulen drei Monate lang von der Polizei festgehalten, weil er einen Hotelangestellten gestoßen haben soll. Er wurde schließlich freigesprochen. Auch dieses Jahr soll erhöhte Polizeipräsenz dafür sorgen, dass so wenig Information wie möglich an die Öffentlichkeit dringt.

In den nächsten Tagen finden weltweit Proteste gegen das Delfin-Massaker vor japanischen Botschaften statt. Auf der Karte können Sie sehen, ob auch in Ihrer Nähe eine Veranstaltung stattfindet (Link in den Quellen).

Dolphin Massacre In Taiji About To Start Again

This year's dolphin drive hunt season in the small Japanese fishing village of Taiji will be opened on September, 1st. Until the spring of next year, the fishermen will clear the port to drive dolphins into the remote cove which became famous after the documentary "The Cove" (2009) was launched, where the animals are killed or captured and sold to dolphinaria world-wide.

In the last couple of years, fewer and fewer dolphins have fallen victim to the bloody tradition. According to Ric O'Barry, the former dolphin trainer and founder of the organization "Dolphin Project", whose work was featured in "The Cove", this is due to decreasing demand, caused by continuous awareness training.

This year, volunteers of the environmental organization "Sea Shepherd" will be in Taiji again to monitor the massacre. Their presence is a thorn in the side of Japanese authorities. Last year, the Dutch activist Erwin Vermeulen was held in custody for three moths because he allegedly hustled an employee of a hotel. Eventually, he was given the verdict of not guilty. The police in Taiji seeks to ensure that as little information as possible is disclosed to the outside world.

On or around Sep., 1st, protests will take place all over the world in front of Japanese embassies. Please check on the map if there is an event in your area (Link in the sources).

19.04.12 - 21:20:42 (+0200)

copy link button nach Juan Carlos Skandal - animalright startet Petition für WWF-Reform

Nachdem sich der Spanische König Juan Carlos, derzeit noch WWF-Ehrenpräsident, in Botswana auf Elefantenjagd die Hüfte gebrochen hatte und in ein Spital in Madrid geflogen werden musste, wurde einmal mehr internationale Kritik am World Wide Fund for Nature (WWF) laut.

Für einen Abschuss eines Elefanten muss ein Jäger mindestens 20,000 Dollar bezahlen. In Zeiten der Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit ist es für viele Spanier unverständlich, warum ihr Monarch so verschwenderisch mit seinem Geld umgeht, beteuerte er doch noch vor kurzem, dass ihn die Arbeitslosigkeit tausender junger Spanier um den Schlaf bringe. Den Grund für seinen Auslandsaufenthalt wollte der 74-Jährige zunächst nicht bekannt geben.

Animalright.org startete nun eine Petition, in der vom WWF grundlegende Reformen gefordert werden. Diese betreffen u.a. Transparenz, einheitliche Standpunkte, verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern und Verhandlungsstrategien. Es geht nicht darum, dem WWF zu schaden, sondern darum, dass die Organisation nun versuchen muss, ihren Kurs zu ändern und Glaubwürdigkeit wiederherzustellen. Einen Link zur Petition finden Sie in den Quellen.

after Juan Carlos Scandal - animalright.org launches Petition for WWF Reform

After the Spanish King Juan Carlos, still honorary president of the WWF, had broken his hip during an elephant hunt in Botswana, the World Wide Fund for Nature (WWF) came under criticism once again.

A hunter must pay at least 20,000 dollars for shooting one elephant. In times of economic crisis and high unemployment rates many Spanish citizens cannot understand why their monarch is so wasteful of his money as he has claimed shortly before that the unemployment of thousands of young Spanish people had given him sleepless nights. At first, the 74-year-old did not want to make the reason for his stay abroad public.

As a reaction, animalright.org launched a petition demanding fundamental reforms from the WWF regarding transparency, uniform points of view, responsible use of donations and strategies for negotiations. This petition is not meant to harm the WWF but to exert pressure on the organization so that they change their course and restore credibility.

15.03.12 - 12:24:11 (+0100)

copy link button Elefantenmassaker in Kamerun: heftige Gefechte

Das Elefantenmassaker im Nationalpark Bouba Ndjida (Kamerun) setzt sich fort: Seit Beginn des Jahres sollen bereits mehr als 400 Tiere von Wilderern getötet worden sein, heißt es. Doch nicht nur die Dickhäuter sind in Gefahr: Mittlerweile gibt es blutige Kämpfe zwischen den organisierten Wildererbanden und dem Militär, welches versucht, die Tiere zu schützen. Wie der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) berichtet, reicht die Intervention jedoch nicht aus, um die Wilderer endgültig zu stoppen und somit die letzten verbliebenen Elefanten des Parks zu retten.

Ein Wilderer und ein Soldat sind laut der Tierschutzorganisation bereits getötet worden, zwei weitere Kämpfer wurden durch Kugeln der Jäger verletzt. Die Arbeit der Soldaten wird dadurch erschwert, dass die Wilderer in Banden operieren, bestens organisert sind, sich im Gelände bereits perfekt auskennen und mit automatischen und halbautomatischen Gewehren ausgestattet sind. Des Weiteren kooperiert die örtliche Bevölkerung mit den Wilderen (animalright.org berichtete).

Abgesehen davon, dass der Bestand des Parks durch das Massaker massiv gefährdet wird, werden die Tiere auf grausamste Art und Weise getötet: Die Elefanten sind meist noch am Leben, wenn ihnen die Stoßzähne und Rüssel abgeschnitten werden und sterben in der Folge langsam und qualvoll durch Ersticken. Wenn die Wilderer eine Herde erspähen, wird wohl keines ihrer Mitglieder überleben. Auch Jungtiere mit winzigen Stoßzähnen werden nicht verschont. Des Weiteren warten die Wilderer, bis Elefanten zu einem Kadaver kommen, um den Tod ihres Artgenossen zu betrauern, um dann auch diese Exemplare abzuschießen.

Man befürchtet, dass sich die Elfenbeinwilderei nur durch sinkende Nachfrage am Weltmarkt eindämmen lassen wird.

Bloody Conflicts Amid Elephant Killing Spree in Cameroon

The elephant killing spree in Bouba Ndjida National Park (Comeroon) continues: More then 400 animals have already died since the beginning of the year. However, it's not just the pachyderms that are threatened: There have been bloody clashes between the poachers and the military which seeks to protect the last elephants in the park. According to the International Fund for Animal Welfare (IFAW), the military invention is doomed to failure.

According to the animal welfare charity, one poacher and one soldier have already been killed, two other fighters were injured by the hunters' bullets. The work of the soldiers is hindered by the fact that the poachers operate in armed groups. Moreover they are well-organized, know the territory exactly and are equipped with automatic and semi-automatic guns. As animalright.org reported earlier, the local people co-operate with the hunters as they see the elephants as a threat.

Apart from the fact that the park's population is now in danger, the killing appears to be indiscriminate and cruel: In most cases, the pachyderms are still alive when their tusks and trunks are cut off. In the end they suffocate after a long struggle to survive. When the poachers descry a herd, it is likely that all of its members will be shot, even the cubs with very small tusks. Furthermore, the poachers wait until elephants come to a carcass in order to bemoan the death of their conspecific to kill them as well.

It is said that ivory poaching can only be stopped in the long term if the demand on the world market decreases.

10.03.12 - 16:50:58 (+0100)

copy link button Gewerkschafter-Mord in Kolumbien: Anzeige gegen Nestle

Nestle, der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt, wurde vom "European Center for Constitutional and Human Rights" (ECCHR) wegen "fahrlässiger Tötung durch Unterlassung" angezeigt. Konkret geht es dabei um den Fall des getöteten kolumbianischen Gewerkschafters Luciano Romero. 2005 wurde er von Miliz-Soldaten nach mehrfacher Drohung entführt, gefoltert uns schleßlich umgebracht. Verbrechen dieser Art sind in Kolumbien keine Seltenheit.

Doch nun will das ECCHR den Konzern zur Rechenschaft ziehen. Der Vorwurf lautet, man habe von den Drohungen gewusst, jedoch nichts unternommen. Jetzt soll ein Gericht klären, inwieweit der Mutterkonzern für Versäumnisse eines Tochterunternehmens - in diesem Fall geht es den Milchpulver-Hersteller Cicolac - verantwortlich gemacht werden kann.

Die Staatsanwaltschaft im Schweizer Kanton Zug soll nun Licht ins Dunkel bringen und entscheiden, ob die Vorwürfe vor Gericht Bestand haben.

Nestle geriet auch in der Vergangenheit öfters in Kritik, da dem Unternehmen Ausbeutung der Natur (zum Beispiel wegen der Abholzung des Regenwaldes für die Produktion von Palmöl), Unterstützung von Kinderarbeit und Tierversuchen, unfairer Handel sowie aggressive Vermarktung von Säuglingsprodukten in Entwicklungsländern etc vorgeworfen werden.

Charges Pressed against Nestle

The "European Center for Constitutional and Human Rights" (ECCHR) pressed charges against Nestle, the world's biggest nutrition company. This case is about the Colombian trade unionist Luciano Romero who was kidnapped, tortured and murdered by soldiers of a local militia after uttering several threats in 2005. Crimes like this are not rare in the South American country.

Nevertheless, the ECCHR now wants to bring the enterprise to justice. The allegation is that the board of management did not interfere although the threats were known. Now the question is to what extent the parent company can be held responsible for a subsidiary's fault, in this case, the milk powder manufacturer Cicolac.

The public prosecutor's office in the canton Zug (Switzerland) will now decide whether the allegations are justified.

Nestle has already been criticized several times, for example for supporting animal testing and child labor, for unfair trade and for exploitation of nature (f.i. because of deforestation of rainforests for the production of palm oil) etc.

10.03.12 - 00:12:11 (+0100)

copy link button erfolgreiche Sea Shepherd-Mission beendet

Die diesjährige Walfangsaison ist beendet! Nachdem es die Crew der "Bob Barker" geschafft hatte, sich dem Flaggschiff der Walfangflotte, der Nisshin Maru, zu nähern, drehten die Jäger ab und verließen auf direktem Wege die antarktischen Gewässer. Trotz der anfänglichen wetterbedingten Schwierigkeiten kann die Sea Shepherd Conservation Society auf eine für die Tierschützer sehr erfolgreiche Mission zurückblicken: Die Walfänger konnten weniger als 30% ihrer Quote erfüllen: von den 50 Finnwalen auf der Abschussliste wurde nur ein Exemplar getötet, von den ebenfalls 50 Buckelwalen kein einziges. Insgesamt wurden von den anfangs angestrebten 1035 Walen nur 267 getötet. Diese Zahl wurde vom japanischen Fischereiministerium bereits bestätigt.

Die Operation "Divine Wind" ist somit die zweiterfolgreichste Mission im Südpolarmeer in der Geschichte der Organisation. Lediglich letztes Jahr konnten noch mehr Wale gerettet werden - allerdings standen den Aktivisten in der letzten Saison auch drei Schiffe zur Verfügung, während dieses Jahr ein Sturm die "Brigitte Bardot" lahmlegte und daher mit der "Steve Irwin" und der "Bob Barker" zwei Schiffe drei Walfangsschiffe verfolgen mussten.

Successful Sea Shepherd Mission Over

This year's whaling season is over! After the crew of Sea Shepherd's "Bob Barker" had managed to catch up with the whaling fleet's flagship, the Nisshin Maru, the hunters changed their course in order to leave the whale sanctuary where they had been hunting. Despite the difficulties at the beginning, the season was very successful for the Sea Shepherd Conservation Society: The whalers could only fulfill 30 per cent of their quota. They killed 266 minke whales, one fin whale and not a single humpback whale out of the intended 1035 animals. These figures have already been confirmed by the Japanese ministry of fisheries.

The operation "Divine Wind" is thus the second most successful mission in the Southern Ocean in the history of the organization. Only last year even more whales were saved, however, in the last season, three ships were at the activists' disposal whereas this year a storm has forced the "Brigitte Bardot" to abort the mission early on. As a result, two vessels had to pursue three whaling ships which made it much harder to save that many animals.

17.02.12 - 19:56:52 (+0100)

copy link button Kamerun: 200 Elefanten in wenigen Wochen getötet

Eine skrupellose Wildererbande macht den Nationalpark Bouba N'Djida im Nordosten Kameruns unsicher: Innerhalb weniger Wochen sollen die bewaffneten Männer bereits mehr als 200 Dickhäuter umgebracht haben. Das berichtet die Tageszeitung "Cameroon Tribune". Hinter den Aktionen sollen nach Angaben des Blattes 50 Bewaffnete stehen, die aus dem Sudan stammen und vom nördlichen Nachbarland Kameruns, dem Tschad, aus operieren.

Der Versuch, die Verantwortlichen ausfindig zu machen, wird dadurch erschwert, dass die örtliche Bevölkerkung offensichtlich mit den Wilderern kooperiert. Den Menschen wurde kostenloses Elefantenfleisch angeboten, heißt es. Darüber hinaus sind Konflikte zwischen den Dickhäutern und den Bauern keine Seltenheit, weswegen diese Art von Bestandsdezimierung vielerorts wohlwollend in Kauf genommen wird.

Obwohl der Handel mit Elfenbein seit 1989 global verboten ist, sind die Absatzmärkte, vor allem in Asien, für die Wilderer weiterhin lukrativ. So ist es keine Seltenheit, dass bewaffnete Banden Jagd auf die Dickhäuter machen. Ein derartiges Massaker ist jedoch beispiellos und gefährdet den gesamten Bestand im Nationalpark, denn ungenauen Schätzungen zufolge sollen dort nur in etwa 400 Individuen leben. Da erwachsene Tiere, deren Stoßzähne groß sind, bevorzugt werden, bleiben zahlreiche Jungtiere als Waisen zurück, die ohne ihre Eltern nicht überlebensfähig sind und in weiterer Folge qualvoll verhungern oder verdursten.

weiterführende Informationen zum Thema Wilderei hier auf animalright.org: Link in den Quellen!

Cameroon: over 200 Elephants Killed in a few Weeks

An unscrupulous group of poachers is roaming the national park Bouba N'Djida in the northeast of Cameroon: Within a few weeks the armed men have already killed more than 200 elephants. According to the daily newspaper "Cameroon Tribune" it is likely that behind the actions there are 50 people from Sudan who operate from the northern neighbor of Cameroon, Chad.

The attempt to find those responsible is made even more difficult by the fact that local people obviously cooperate with the poachers. It is said that they were offered free elephant meat and moreover, conflicts between the pachyderms and farmers are not rare. That's why this kind of reduction of their population is widely supported.

Although ivory trade has been globally prohibited since 1989, there is still a relatively high demand, especially in Asian countries such as China. Therefore, poaching may be quite lucrative and it is not that rare that armed groups hunt elephants. Nevertheless, such a massacre is unprecedented and even threatens the entire population in the park since, according to quite unexact estimations, only about 400 individuals live there. Since adults with big tusks are preferred by the poachers, many cubs are left behind as orphans. However, they are not prepared to live without their parents, so they are likely to die of hunger or thirst.

14.02.12 - 21:41:37 (+0100)

copy link button Hundetötungen in Ukraine: erstmals Prozess

In der Ukraine stehen zum ersten Mal seit Beginn der Massentötungen von Hunden zwei Tierquäler vor Gericht: Ein 19-Jähriger soll in verschiedenen Stadtteilen Kiews zwischen 30 und 100 Tiere auf grausame Art und Weise umgebracht haben. Der Mitangeklagte stellte daraufhin Videos der Taten ins Internet, heißt es. Aufgrund dieser Aufnahmen konnte das Duo schließlich überführt werden. Den beiden droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Vor dem Gericht versammelten sich einige Tierschützer, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen.

Der Gastgeber der diesjährigen UEFA Fußball-Europameisterschaft war zuvor heftig in die Kritik geraten, da in den Städten des Landes massenweise streunende Tiere umgebracht werden, um die Straßen zu "säubern".

Dog Killing in Ukraine: Two Men on Trial

For the first time after the mass killing of dogs in Ukraine began, two animal torturers face trial: A 19-year-old is accused of murdering between 30 and 100 dogs in different parts of Kiev. The codefendant posted videos on the Internet and consequently the duo could be convicted. They may get several years imprisonment.

Some animal rights activists gathered in front of the court and protested against this kind of animal cruelty.

The host of this year's UEFA European Football Championship has been criticized for killing stray animals in the run-up to the mass event in order to "clean up" the streets.

13.02.12 - 23:14:59 (+0100)

copy link button VgT-Aktivisten protestieren nackt gegen Pelz

Trotz eisiger Kälter protestierten heute sechs Aktivisten des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) nackt vor der Chinesischen Botschaft in Wien gegen die Pelzzucht. Die Tierschützer legten sich dicht gedrängt in einen Käfig, um auf die tierquälerischen Verhältnisse in Pelzfarmen und bei Transporten hinzuweisen. Die Aktivisten hielten in etwa 15 Minuten ohne Bekleidung durch.

Seit 1998 ist die Pelzzucht in Österreich verboten. Dennoch gibt es außer für Hunde-, Katzen- und Robbenfelle noch kein Importverbot in der EU. Der VgT schätzt, dass etwas weniger als die Hälfte jener Tiere, die für die Pelzindustrie geötet werden, wild gefangen werden, während die andere Hälfte aus Zuchten stammt, vorwiegend aus China, wo weder auf Tier- noch auf Menschenrechte viel Wert gelegt wird.

Die Pelzindustrie existiert also weiterhin. Besonders auf Hauben, Quasten und Krägen erfreut sich Pelz heute noch großer Beliebtheit, heißt es vom VgT.

Animal Rights Activists Protest Naked against Fur

Despite temperatures below zero degrees, six activists of the Austrian animal rights group "Verein gegen Tierfabriken" ("Association against Animal Factories") protested naked in front of the Chinese Embassy in Vienna against fur farming. They lay down in a small cage in order to raise awareness of the inhumane conditions the animals face in the farms and during transportation. The activists managed to stay for 15 minutes without any clothing.

Since 1998, fur farming is forbidden in Austria. However, there is still no general trade embargo on fur products in the European Union. Only the skin of cats, dogs and seals are prohibited. The Association against Animal Factories estimates that about one half of the animals that have to die for the fur industry are caught in the wild whereas the other half comes from farms, most of which are located in China where animal as well as human rights are widely disrespected.

Thus, the fur industry still exists. According to the animal rights group, fur is nowadays especially appreciated on caps and collars.

Sources in German

Sources: vgt.at  orf.at  derstandard.at  vgt.at 
11.12.11 - 01:39:14 (+0100)

copy link button Japans Walfänger unterwegs: Erdbeben-Hilfsgelder abgezweigt

Die Walfangsaison hat wieder begonnen: Nachdem im letzten Jahr die Umweltschutzorganisation "Sea Shepherd Conservation Society" durch ihre Störungsaktionen die japanischen Walfänger zum vorzeitigen Abbruch ihrer Saison bringen konnte, ist die Flotte wieder ausgelaufen, um erneut Jagd auf fast 1000 Wale zu machen. Wie jedes Jahr wird auch dieses Jahr wieder offiziell behauptet, man betreibe den Walfang für "wissenschaftliche Zwecke". Trotz der jahrelangen "Forschung" konnten die Walfänger noch kein Ergebnis präsentieren.

Weil Walfleisch in der japanischen Bevölkerung immer weniger Anklang findet, wird die Walfangindustrie jährlich mit mehreren Millionen US-Dollar subventioniert. Dieses Jahr wurden dafür Hilfsgelder verwendet, die eigentlich für den Wiederaufbau nach der Erdbebenkatastrophe im Frühjahr dieses Jahres gedacht waren. Dieser Vorwurf von Greenpeace wurde inzwischen von Tokio bestätigt.

Auch dieses Jahr wird "Sea Shepherd" wieder in See stechen, um möglichst viele Wale im Walschutzgebiet Südpolarmeer vor den Harpunen der Japaner zu retten.

Für Hintergrundinformationen, lesen Sie bitte den Artikel "Walfang" auf animalright.org.

Japanese Whalers Heading to Southern Ocean

The whaling season has started again: After the environmental organization "Sea Shepherd Conservation Society" managed to force the fleet to abandon the whaling season earlier than planned last year, the whaling fleet left the port anew in order to kill nearly 1000 whales. Just like every year, the authorities claim to hunt the whales for scientific purposes. Despite the long lasting "research" the whalers have not been able to present any outcome so far.

Because whale meat is getting less appreciated by the Japanese people, the whaling industry receives subsidies in the amount of several million US-dollars. This year financial aid for earthquake recovery was used for this purpose. This allegation was meanwhile confirmed by the Japanese government.

This year Sea Shepherd will set sail to the whale sanctuary again in order to save as many whales as possible from the whalers' harpoons.

24.11.11 - 19:37:18 (+0100)

copy link button Westafrikanisches Spitzmaulnashorn endgültig ausgerottet

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stufte das Westafrikanische Spitzmaulnashorn (diceros bicornis longipes) nun offiziell als "ausgerottet" ("extinct") ein. In einer Stellungnahme wird dieser Entschluss wie folgt begründet:

"Im Zuge der letzten umfangreichen Untersuchung möglicher Lebensräume des Nashorns im letzten bekannten Verbreitungsgebiet im Kamerun wurde weder ein Exemplar gesichtet noch wurden Hinweise wie Dung, Fährten oder Fressspuren gefunden. Jedoch konnte intensive Nashorn-Wilderei nachgewiesen werden. Ebenso wurde bewiesen, dass einheimische Nashorn-Beobachter Fährten gefäscht hatten. Seit 2006 gab es keine bestätigte Sichtung. Aufgrund der Wilderei, des Mangels an politischem Willen, der fehlenden Schutzmaßnahmen seitens der Kameruner Naturschutzbehörde und der steigenden illegalen Nachfrage nach dem Horn des Nashorns, sowie der damit verbunden steigenden kommerziellen Wilderei in anderen Staaten, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Unterart bereits ausgestorben ist." (frei übersetzt)

Darüber hinaus ist auch das nördliche Breitmaulnashorn, das bis zuletzt nur mehr im Garamba Nationalpark im Norden der Demokratischen Republik Kongo lebte, wahrscheinlich schon in freier Wildbahn ausgestorben. Eine endgültige Erklärung zum Status dieser Unterart gibt es allerdings noch nicht.

Insgesamt ist die Artenvielfalt unseres Planeten noch stärker gefährdet als je zuvor: So soll bereits jede vierte Säugetierart bedroht sein, 4000 Arten sind laut der IUCN unmittelbar davor, für immer zu verschwinden. Dennoch gibt es auch Erfolgsmeldungen: Die Anzahl der in freier Wildbahn lebenden Südlichen Breitmaulnashörner liegt bereits bei knapp 20.000 Tieren, Tendenz steigend. Dieser positive Trend ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Wildhüter mit immer besserer Technik ausgestattet werden, um so den Wilderern Einhalt zu gebieten.

West African Black Rhino Extinct

The International Union for Conservation of Nature (IUCN) declared the West African Black Rhino (diceros bicornis longipes) officially as "extinct". This decision is explained in the following statement:

"The last extensive survey of possible rhino range in the last known range state, Cameroon in 2006, failed to find any rhino or signs of rhino (dung, spoor or signs of feeding) but did find evidence of widespread wildlife poaching and local rhino monitors faking rhino spoor in the absence of any surviving rhino. There have not been any reports of any sightings or signs since 2006. Given the wildlife poaching taking place, lack of political will and conservation effort by Cameroon conservation authorities in the past, and increasing illegal demand for rhino horn and associated increased commercial rhino poaching in other range states, it is highly probable that this subspecies is now extinct."

Moreover, the Northern White Rhino has probably vanished in the wild as well, yet, there hasn't been any official explanation about its actual status so far.

Altogether, there is more pressure on the global biodiversity now than there was the years before. According to the IUCN one in four mammal species is endangered, 4000 species are on the verge of extinction. Nevertheless, there is also some good news: The number of Southern White Rhinos living in the wild is estimated at around 20,000 with tendency to rise. The main reason for this success is the fact that rangers are nowadays equipped with better technology to detect poachers.

04.10.11 - 21:13:13 (+0200)

copy link button Japanische Walfänger werden wieder auslaufen

Das japanische Fischereiministerium kündigte an, dieses Jahr die Walfangflotte erneut auslaufen zu lassen. Nachdem die letzte Saison auf Grund des beherzten Einsatzes der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society frühzeitig beendet werden musste (animalright.org berichtete), soll sich die Flotte heuer im November auf den Weg in Richtung des Walschutzgebiets im Südpolarmeer machen. Einmal mehr werden hunderte Wale unter dem Vorwand der wissenschaftlichen Forschung auf der Abschussliste stehen.

Indes rüstet sich die Sea Shepherd Conservation Society für ihren nächsten Einsatz: Eigenen Angaben zufolge werden in etwa 100 Freiwillige die strapaziöse Reise in die antarktischen Gewässer antreten, um die Walfänger einmal mehr in die Knie zwingen zu können. Dieses Jahr werden die Tierschützer aufrüsten, heißt es. Doch auch die Japaner haben aus den Geschehnissen der letzten Saison gelernt: Sie werden Begleitschiffe einsetzen, um Captain Paul Watson und seine Crew von den Schiffen der Walfänger fernzuhalten.

Japanese Whalers to Clear Port Again

The Japanese Ministry of Fisheries announced that the whaling fleet will clear the port again this year. After the fleet had to return earlier than planned to Japan in the last season thanks to the courageous commitment of Sea Shepherd activists, they now plan to head to the whale sanctuary in Antarctica this year in November. Once again hundreds of whales will be killed under the pretext of scientific research.

Meanwhile the Sea Shepherd Conservation Society prepares for their next mission: According to their official website, about 100 volunteers will participate in order to bring the whalers to their knees again. This year, the activists will upgrade facilities. However, the Japanese learnt their lesson after the incidents of last year. That's why they will introduce convoying ships, just to hold Captain Paul Watson and his crew off the whalers.

22.09.11 - 22:53:35 (+0200)

copy link button World Rhino Day 2011 - Proteste vor Vietnamesischer Botschaft

Einige Umweltschutzorganisationen, darunter der WWF, riefen heute, am 22. September 2011, zum internationalen Aktionstag für Nashörner (World Rhino Day) auf. Ziel dieser Aktion ist es, auf die Situation der gefährdeten Breit- und Spitzmaulnashörner aufmerksam zu machen, denn noch immer gilt das Horn des Nashorns in einigen asiatischen Ländern als Heilmittel.

Aus diesem Anlass protestierten Aktivisten vor der vietnamesischen Botschaft in London. Sie machten darauf aufmerksam, dass der Stoff Keratin, aus dem die Hörner der Nashörner aufgebaut sind, genau derselbe Stoff ist, aus dem auch menschliche Haare, Finger- und Zehennägel bestehen. Des Weiteren bestätigen wissenschaftliche Studien (z.B. von Dr. Raj Amin - siehe youtube-Video), dass die Substanz als Medizin wertlos sei.

Dennoch hält sich der Mythos so hartnäckig, dass laut dem WWF seit Beginn des Jahres bereits 280 Nashörner illegal getötet wurden. Besonders prekär ist die Lage in Südafrika, wo Wildhüter den Wilderern mittlerweile mithilfe moderner GPS-Technologie den Kampf ansagen. Leider ist das Geschäft mit dem Horn so lukrativ, dass immer noch viele Leute das Risiko einer langen Gefängnisstrafe in Kauf nehmen.

World Rhino Day 2011 - Protests in front of Vietnamese Embassy

Some environmental organizations including the World Wide Found for Nature (WWF) called for an end of rhino poaching today, on the 22nd September, in the course of the World Rhino Day 2011. This campaign is intended to build public awareness on the situation of the endangered rhinos since their horn is still considered to be a remedy in various Asian countries.

That's why some activists protested in front of the vietnamese embassy in London. They pointed out that the horn of the rhinos are made up of the same substance as fingernails and human hair, namely of the protein Keratin. Furthermore, scientific studies (f.e. by Dr. Raj Amin - see youtube video) confirm that the substance is practically worthless regarding medicine.

Nonetheless, the myth still persists and as a consequence 280 rhinos have already been killed illegally since the beginning of the year. The situation is especially problematic in South Africa were rangers use modern GPS technology in order to observe the rhino populations effectively. Unfortunately, the business is still so lucrative that many people take the risk of being sentenced to a long time in prison.

18.08.11 - 23:58:23 (+0200)

copy link button Startschuss für Kaza-Schutzgebiet

In der angolanischen Hauptstadt Luanda wurde heute der Grundstein für ein neues Naturschutzgebiet gelegt. Dieses wird 36 bereits bestehende Schutzgebiete in 5 Ländern (Namibia, Angola, Simbabwe, Botswana, Sambia) miteinander verbinden und insgesamt rund 350.000 Quadratkilometer umfassen. Dies entspricht in etwa der Größe Deutschlands. Zum Schutzgebiet gehören einige bekannte Nationalparks, darunter der Chobe Nationalpark, das Okavango-Delta (beide Botswana) und der Hwange Nationalpark (Simbabwe)

Die Größe des Areals ist von entscheidender Bedeutung, da so Wanderkorridore für Elefanten entstehen, die dadurch weniger Druck auf kleinere Gebiete ausüben.

Der Park wird jedoch nicht nur von großer Bedeutung für die Biodiversität sein: Die Einheimischen werden vom Tourismus profitieren, da neue Arbeitsplätze und eine stabile Einkommensquelle geschaffen werden.

Ein kleiner Wermutstropfen ist lediglich, dass in allen Ländern, die Anteil am Schutzgebiet haben, Trophäenjagd erlaubt ist. In den meisten Teilen des Parks darf also auf zum Teil gefährdete Arten (Leopard, Löwe, Nashorn...) geschossen werden.

Foundation Laid for Kaza Conservation Area

Today the foundation for the project "Kaza Conservation Area" was laid in the angolan capital Luanda. The park will connect 36 reserves in 5 countries (Namibia, Angola, Zimbabwe, Zambia and Botswana) and cover about 350.000 square kilometers (217.500 square miles). That's almost the size of Germany! Many well-known national parks such as the Chobe National Park, the Okavango Delta (both Botswana) or the Hwange National Park (Zimbabwe) will be part of the new conservation area.

The size of this reserve is decisive because new wildlife corridors (f.e. for elephants) will occur. Thus, the pachyderms will exert less pressure on smaller areas.

However, the park will not only be of importance for the biodiversity: Local people will benefit from tourism which generates a sustainable source of income and create new job opportunities.

Unfortunately, there is a small downer: Trophy hunting is allowed in each of the five states. Therefore, it will be legal to shoot partly endangered animals such as lions, leopards, rhinos in most parts of the conservation area.

Sources partly in German

06.07.11 - 23:19:51 (+0200)

copy link button Tansania - Serengeti Highway und Uranabbau

Als Reaktion auf den internationalen Druck beschloss die Regierung Tansanias, den geplanten Serengeti Highway nur teilwiese, außerhalb der Kernzone des berühmten Nationalparks, auszubauen. Der Rest der Straße soll nicht asphaltiert werden.
Doch kaum wurde diese Entscheidung bekannt, sorgt die Umweltpolitik des ostafrikanischen Staates erneut für negative Schlagzeilen: Diesmal geht es um ein geplantes Projekt zur Förderung von Uran im Selous Reservat, einem sehr großen Park im Süden des Landes. Es wird befürchetert, dass nur rund 2,5 Prozent des erwirtschafteten Umsatzes der Regierung zur Verfügung stehen wird. Der Rest soll in die Taschen reicher Investoren fließen.

Tanzania - Serengeti Highway and Uranium Mining

As a reaction to the international pressure the government of Tanzania has just decided not to carry out the project Serengeti Highway as planned. The motorway shall be constructed beyond the park's core area, the rest of the street shall not be paved.
However, shortly after this decision has been made, the country's environmental policy is again criticized by conservationists. The reason is a planned project to develop uranium mining in the Selous Game Reserve which is situated in the south of Tanzania. Most probably, only 2.5% of the revenue will be available for the government. The rest of the money will line the pockets of international investors.
24.06.11 - 09:43:11 (+0200)

copy link button Serengeti Highway Pläne ausgesetzt?

Das Tourismus-Ministerium von Tansania erklärt in einem Brief an das UNESCO World Heritage Center, dass die Pläne zum Serengeti Highway ausgestzt sind. Genauer gesagt soll der Highway zwar gebaut werden, aber nicht durch den Nationalpark führen. Damit könnte eines der faszinierndsten Naturschauspiele erhalten bleiben: die große Gnu-Wanderung.
Es kann jedoch durchaus sein, dass die Pläne nur vorerst zu den Akten gelegt wurden, denn das letzte Wort ist bestimmt noch nicht gesprochen. Ich werde Sie jedenfalls über den weiteren Verlauf der Verhandlungen auf dem Laufenden halten.

Serengeti Highway Plans Tabled

The Tanzanian Tourism Ministry announces in a letter to the UNESCO World Heritage Center that the plans to build a highway through the Serengeti National Park are suspended. To be precise, a highway will be constructed but according to the ministry, it will not cross the sanctuary. Thus, one of the most stunning natural spectacles, the great gnu migration, can be conserved.
However, we don't know whether the politicians will change their mind and perhaps the construction is just postponed. I will keep you informed about further announcements.
18.05.11 - 13:35:45 (+0200)

copy link button junges Luchs-Weibchen in Nationalpark Kalkalpen übersiedelt

Am 9. Mai wurde eine junge Luchsin in den Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich) übersiedelt, um der dortigen Luchspopulation auf die Sprünge zu helfen. Derzeit leben nur wenige Exemplare dieser Art in der Region, Schätzungen zufolge sind es 2 bis 3 Tiere im Nationalparkgebiet. Das Parkmanagement begrüßt die Übersiedlung, zumal eine erfolgreiche Vermehrung bislang nicht belegt werden konnte. Ein Luchsmännchen soll zwischen Herbst 2011 und Frühjahr 2012 folgen.

Die Jägerschaft zeigt sich nicht besonders erfreut über diese Maßnahme. So würde der oberösterreichische Landesjägermeister eine natürliche Zuwanderung bevorzugen. Tatsächlich aber ging dem Projekt intensive Forschungsarbeit voraus. Demzufolge stellt die Ansiedlung mit Sicherheit eine Bereicherung für die Artenvielfalt dar.

Female Lynx Relocated to National Park "Kalkalpen" (Austria)

On the 9th of May, a juvenile female lynx was released into the Austrian National Park "Kalkalpen" (Upper Austria) to help the native population to reproduce. There are currently very few individuals living in this area - to be precise, it is estimated that there are only 2-3 lynxes roaming the National Park. The management of the sanctuary is in favor of this scheme regarding the fact that it's not sure whether the lynxes in the protectorate have ever been able to reproduce before. A male lynx shall follow between autumn 2011 and spring 2012.

The hunting fraternity does not support this action although there have been many scientific investigations before in order to estimate the impact on the habitat. According to the results, the new lynx does not pose any hazard and is rather an enrichment for biodiversity.

Sources in German

03.05.11 - 15:48:10 (+0200)

copy link button Tierschützerprozess: auf Freispruch folgt Berufung

Seit mehr als einem Jahr wurde am Landgericht Wiener Neustadt gegen 13 Tierrechtsaktivisten verhandelt. Sie wurden der Bildung einer kriminellen Organisation beschuldigt, strafbar gemäß dem umstrittenen "Mafia-Paragraphen" §278a. Dieser langwierige und, auf Grund der Vorgehensweise der Justiz, heftig kritisierte Prozess, endete gestern, am 2.5.2011, vorerst mit Freisprüchen für alle Angeklagten.

Dennoch gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung: Die Staatsanwaltschaft meldete Berufung an, obwohl die Beweislage für eine Verurteilung nicht ausreichend war. Diese überraschende Wendung könnte den Prozess noch einmal um Monate hinauszögern. Schon jetzt sind die Angeklagten finanziell ruiniert, da die möglichen Entschädigungen für die U-Haft die hohen Anwaltskosten niemals kompensieren können. Der Vater eines Angeklagten beging sogar Selbstmord.

Lawsuit against Animal Rights Activists: Acquittal and Appeal

For more than a year, 13 animal rights activists are on trial at the Austrian County Court of Wiener Neustadt. They were blamed for the formation of a criminal organization according to the so-called "Mafia Paragraph" §278a. This long-winded and due to the incomprehensible proceedings highly criticized trial ended yesterday, on the 2nd of May, with verdicts of not guilty for all accused.

However, the proceedings could protract again as the attorney wants to appeal the sentence although the evidence was by far not enough for conviction. The accused are already financially ruined because the possible compensation for the pre-trial custody will never be enough to pay the lawyers. The father of one of the accused committed suicide.

Sources in German

Sources: derstandard.at  orf.at     
27.04.11 - 14:05:05 (+0200)

copy link button Japanische Walfänger wieder unterwegs

Erstmals seit dem Tsnuami brachen japanische Walfänger auf, um Jagd auf rund 60 Zwergwale zu machen. Der Ausgangshafen wurde auf Grund der Zerstörungen nach der Erdbebenkatastrophe nach Norden in die Hafenstadt Kushiro verlegt. Einmal mehr wird behauptet, die Tiere aus wissenschaftlichen Gründen töten zu wollen. Genauer gesagt sollen Mageninhalte untersucht und die Säuger auf Radioaktivität überprüft werden, bevor das Fleisch weiterverarbeitet wird. Tatsächlich aber bringen diese Untersuchungen kaum neue Ergebnisse.

Japanese Whalers About to Kill 60 Minke Whales

For the first time after the devastating tsunami, japanese whalers have cleared the port in order to kill approximately 60 minke whales. Due to the earthquake catastrophe the fleet started in the port city of Kushiro which is situated on the Northern island Hokkaido. Once again it is claimed that the animals are killed for scientific purposes. To be precise, the mammals shall be tested for radioactivity until the meat is brought to market. However, as a matter of fact, these investigations do hardly provide any new information.
19.03.11 - 19:46:26 (+0100)

copy link button Brandenburg: Löwin aus Zirkus ausgebrochen und erschossen

Am Freitag entkam eine Löwin während einer Zirkusaufführung in Neuruppin (Brandenburg), die rund 100 Menschen besuchten. Das Tier wurde schließlich nach einer 30-minütigen Suche von der Polizei in einer Gartenkolonie gefunden und erschossen. Diese Vorgangsweise wurde, so heißt es, mit dem Zirkusdirektor Joschi Ortmann abgesprochen.

Dass keine Menschen verletzt wurden, grenzt an ein Wunder. Abgesehen davon, dass Wildtiere grundsätzlich unberechenbar sind, weil sie ihren Instinkten folgen, ist bei den Löwen gerade Brunftzeit, weswegen es zu einem erhöhten Aggressivitätspotential kommt. Viele Tierschutzorganisationen kämpfen nicht zuletzt auch wegen der Sicherheitsbedenken für ein Wildtierverbot in Zirkussen, wie es in Österreich bereits durchgesetzt wurde. Eine Gesetzesänderung in Deutschland scheitert aber an der CDU / CSU.
Der Verein "Vier Pfoten" zählte in den letzten sieben Jahren 38 Ausbrüche von Wildtieren aus deutschen Zirkussen. Hinzu kommen 19 Zwischenfälle bei denen auch Menschen zu Schaden kamen.

Trotz dieses Zwischenfalls will der Zirkus weitermachen. Bis Sonntag bleibt er noch in Neuruppin, nächste Station ist Pritzwalk. Ob Anzeige gegen die Verantwortlichen erstattet wird, ist noch nicht geklärt.

Lioness escaped from Circus: Shot by Police

On Friday a lioness escaped from a circus during a show in Neuruppin in the German federal state of Brandenburg. The circus performance was attended by 100 visitors. After a search which took 30 minutes, the big cat was found nearby a residential area and shot dead. According to the circus management, this procedure was coordinated with the circus director Joshi Ortmann.

It's almost a miracle that no humans were harmed. Aside from the fact that the behavior of wild animals is generally incalculable because they follow their instincts, lions are currently in their rutting season leading to a higher potential of aggressiveness. Many animal rights groups try to persuade the German government to prohibit the keeping of wild animals in circuses as it's already the case in the neighboring country Austria. However, the amendment of the law is hindered by the conservative Christian Democratic Union (governing party in Germany).
The animal rights group "Four Paws" counted 38 escapes of wild animals from circuses in the last seven years. Additionally, there have been 19 incidents where humans where harmed.

Despite this accident the circus management wants to continue the shows. It's not sure yet if charges are pressed against those responsible.

Sources in German

16.02.11 - 17:30:54 (+0100)

copy link button Verschnaufpause für Wale im Südpolarmeer

Die japanische Walfangflotte stellt die Jagd nach den Meeressäugern vorläufig ein, nachdem sie von Aktivisten der Umweltschutzorganisation "Sea Shepherd Conservation Society" gestört worden sind. Derzeit wird vom japanischen Fischereiministerium geprüft, wann die Jagd fortgesetzt werden kann.

Sea Shepherd begleitete die Flotte seit ihrer Ankunft in den polaren Gewässern. Im Zuge ihrer Operation, die unter dem Namen "No compromise" läuft, versuchen sie, durch Störaktionen möglichst viele Wale vor den Harpunen der Japaner zu beschützen. Im "Land der aufgehenden Sonne" gilt Sea Shepherd als terroristische Organisation.

Breathing Pause for Whales in Southern Ocean

The Japanese Whaling Fleet temporarily abandons the annual whale hunt because it has been disturbed by activists of the Sea Shepherd Conservation Society. Currently the Japanese ministry of fisheries checks when the hunt can be continued.

Sea Shepherd has been accompanying the fleet since their arrival in the Southern Ocean. In the course of their operation "No compromise" the activists try to save as many whales as possible while disturbing the hunters. In the "land of the rising sun" Sea Shepherd is called a "terrorist organization"

16.02.11 - 01:59:58 (+0100)

copy link button Aufruhr gegen Bären in den Pyrenäen

Circa 20 Braunbären leben derzeit in den Pyrenäen. Sie wurden aus Slowenien hergebracht und im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Spanien ausgewildert. Schon damals gab es heftige Proteste: Bewohner einiger Dörfer in der Region gingen so weit, dass sie das Rathaus des Ortes Arbas (Frankreich) beschmierten und sogar versuchten, einige Bären zu vergiften.

Trotz des heftigen Streits soll nun eine weitere Bärin ausgesetzt werden, um einem isoliert lebenden Männchen im Westen des Gebirges die Möglichkeit zu geben, sich fortzupflanzen. Ein Risiko ist diese Entscheidung allemal, denn weitere Proteste seitens der Bauern, Jäger und Regionalpolitiker sind angekündigt. Man fürchtet offenbar um die Schafe und Ziegen in der Region. So seien laut den französischen Behörden im Jahr 2010 167 Nutztiere von Bären gerissen worden, wofür die Bauern jedoch Entschädigungen erhielten.

Nun will man über die weitere Vorgehensweise noch beraten, es soll auch eine Volksbefragung durchgeführt werden.

Bären sind in Frankreich eigentlich heimisch. 2004 wurde das letzte ursprüngliche Exemplar jedoch von einem Jäger erschossen.

Protest against Bears in Pyrenees

There are about 20 brown bears living in the Pyrenees right now. They were brought from Slovenia and released into the wild in the border area between France and Spain. In those days, there was an uproar: Inhabitants of some villages went so far that they smudged the town hall of Arbas (France). Some people even tried to poison the bears.

Despite this struggle another female bear should be released in order to make it possible for an isolated male in the western Pyrenees to reproduce. This decision is definitely a risk that must not be undervalued: Further protests by hunters, farmers and regional politicians are already announced. Obviously, they are worried about their sheep and goats. According to the French Government Agencies 167 farm animals were killed by bears in 2010. However, in this case, the farmers receive compensation by the government.

Now the politicians want to think the matter over, there will also be a public opinion poll.

Bears are actually native in France. However, in 2004, the last original exemplar was shot by a hunter.

Source in German

Sources: sueddeutsche.de       
21.01.11 - 18:35:04 (+0100)

copy link button US-Landwirtschaftsministerium tötet Hunderte Stare!

Während die zahlreichen Vögel-Massensterben des letzten Monats wohl teils auf natürliche Ursachen, teils auf von Feuerwerkskörpern verursachten Stress zurückzuführen sind, gibt das US-Landwirtschaftsministerium nun zu, hunderte Stare im Bundesstaat South Dakota vergiftet zu haben. Das Gift sei am Stadtrand von Yankton ausgestreut worden, heißt es. Die Stare fraßen davon und verendeten qualvoll, nachdem sie bereits mehrere Meilen geflogen waren. Grund für diese Aktion waren Beschwerden von Bauern über verkotete Futtermittel.

US Ministry of Agriculture admits killing Hundreds of Starlings

As the mass animal deaths of the past month were obviously caused by fireworks respectively diseases the US ministry of agriculture now admits having killed hundreds of starlings in the state of South Dakota. A spokesman said, the birds were poisoned nearby the town of Yankton. They died agonizingly after they had already flown several miles. The reason for the killing were farmers complaining about feeding stuff contaminated with excrements.
14.01.11 - 22:01:01 (+0100)

copy link button Schweden erlaubt Jagd auf Wölfe

Das Schwedische Umweltamt hat 20 Wölfe zum Abschuss freigegeben. Insgesamt leben zur Zeit nur rund 210 Exemplare in den Wäldern des skandinavischen Landes, darunter sind laut IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) lediglich 20 fortpflanzungsfähige Paare. Begründet wird die Entscheidung damit, dass Wölfe eine potenzielle Gefahr für Nutztiere darstellen, sie seien außerdem ein Konkurrent bei der Jagd von Elchen. Den Jägerverbänden reicht die Quote allerdings noch nicht.
Gleichzeitig gibt es heftigen Protest von Seiten der Tierschützer. Sie argumentieren, dass der Wolf eine gefährdete und demnach geschützte Art sei. Somit dürfe der Bestand nicht beeinträchtigt werden, sofern keine Ausnahmeregelung in Kraft trete. Ein weiteres großes Problem ist die Wilderei: Schätzungen zufolge werden jedes Jahr 20 - 30 Wölfe in Schweden illegal erlegt. Die Kriminellen können nur selten gefasst werden.

Sweden permits Wolf Hunting

The Swedish Environmental Agency permits the shooting of 20 wolves. Altogether there are around 210 individuals living in the Scandinavian country including only 20 pairs that are able to reproduce, according to the IFAW (International Fund for Animal Welfare). The government justifies the decision that the carnivores pose a danger to farm animals and decimate the elks which are very appreciated prey animals for Swedish huntsmen. The hunting associations even want the government to raise the quota.
At the same time animal rights activists protest against the wolf hunting. They say that the wolf is an endangered and therefore protected species and must not be decimated unless there is an exceptional rule. Another big problem is poaching: According to estimations, 20 to 30 wolves are killed illegally each year. Most of the criminals can't be caught.
11.12.10 - 00:54:50 (+0100)

copy link button Serengeti Highway: Afrikanische Naturschützer gehen vor Gericht

Die afrikanische Umweltschutzorganisation ANAW (Africa Network for Animal Welfare) hat Anzeige gegen das Projekt "Serengeti Highway" erstattet. Der Ostafrikanische Gerichtshof in Arusha (Stadt im Norden Tansanias) wird sich um das Verfahren kümmern, in dem es nach Angaben des Staatsanwalts nicht nur um einen vorläufigen Stopp des Projekts gehe, sondern um eine endgültige Entscheidung. Laut ANAW und anderen Umweltschutzorganisationen entspricht der Bau des Highways nicht den Vorschriften der Ostafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Bereits im nächsten Jahr soll mit dem Bau der Autobahn begonnen werden. Sie würde West-Tansania mit Arusha und der größten Stadt des Landes, Dar-es-Salam verbinden. Es gibt jedoch eine alternative Route, die zwar geringfügig länger und teurer wäre, von der aber insgesamt mehr Menschen profitieren würden, schließlich könnten mit der Südroute mehr Orte und Städte erschlossen werden. Der alternative Highway würde nicht durch die Serengeti verlaufen und hätte somit keine negativen Auswirkungen auf die Fauna und Flora des Nationalparks.

ANAW files an Action against Serengeti Highway

The African environmental organization ANAW (Africa Network for Animal Welfare) files a lawsuit against the project "Serengeti Highway". The East African court of justice in Arusha (city in the northeastern part of Tanzania) will attend to this case which is, according to the prosecutor, intended to effectuate a final decision and not only a temporary stop of the project. In pursuance of ANAW and other environmental organizations from all over the world the construction of the highway does not comply with the regulations of the East African Economic Community.

The construction of the highway might be started next year. It would connect the western part of Tanzania with Arusha and the biggest city of the country - Dar-es-Salam. However, there is an alternative route which would only be little longer and little more expensive than the planned street but more people could benefit from the "Southern Route": It would connect more cities and villages with each other. Furthermore, the alternative route would not affect the wildlife and the sensitive ecosystem.

04.12.10 - 00:10:17 (+0100)

copy link button Japans Walfangflotte ausgelaufen

Wie jeden Dezember ist die japanische Walfangflotte auch in diesem Jahr wieder ausgelaufen, um rund 1.000 Wale im Schutzgebiet rund um die Antarktis zu töten. Insgesamt stehen 900 Zwergwale, 50 Buckelwale und 50 bedrohte Finnwale auf der Abschussliste. Die Jagd geschieht unter dem Vorwand, wissenschaftliche Forschung zu betreiben.

Allerdings brach die Flotte mit großer Verspätung auf, denn normalerweise stechen die Walfänger schon Ende November in See. Auch die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd machte sich auf den Weg in das Südpolarmeer. Sie will so viele Wale wie möglich vor den Harpunen der Jäger retten, die Aktivisten riskieren dafür ihr Leben!

Japanese Whalers on their Way to Antarctica

Japanese whalers are heading to the protective area in the Antarctic Ocean in order to kill around 1.000 whales including 900 minke whales, 50 humpback whales and 50 endangered fin whales. Japan claims to do research work because commercial whaling is actually forbidden.

However, the fleet left the harbor behind schedule: Normally the whalers are put to sea at the end of November. The environmental organization Sea Shepherd is now also on its way to Antarctica. The activists want to save as many whales as possible from the harpoons and risk their lives in their actions.

01.12.10 - 14:27:36 (+0100)

copy link button Japan will neue Walfang-Organisation

Heute Dienstag beginnt in der südjapanischen Walfangsstadt Shimonoseki eine Tagung von Walfangbefürwortern. Unter anderem soll diskutiert werden, ob das "Land der aufgehenden Sonne" eine eigene Walfangorganisation bekommt. Ferner wird über den weiteren Kurs der Walfangebefürworter beraten. Sollte die Bildung der Walfangorganisation zustande kommen, ist zu befürchten, dass die wirtschaftlichen Interessen der Walfangnationen mehr politisches Gewicht bekommen.

Vertreter aus 27 Ländern und aus Grönland nehmen an dem Treffen teil. Dieses findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Japan wants to set up Whaling Organization

Today there is a convention of whaling supporters in the Japanese city of Shimonosek. Amongst others it will be discussed if the "land of the rising sun" gets its own whaling organization. Furthermore, the further course of the whaling nations will be considered. If the members of the convention adopt the proposal the economic interests of the whaling nations might have a bigger say in political decisions.
18.11.10 - 17:52:51 (+0100)

copy link button Polizeiagentin 16 Monate in VGT eingeschleust

Wie heute bekannt wurde, hatte ein Polizeispitzel 16 Monate lang verdeckt gegen den Verein gegen Tierfabriken (VGT) ermittelt. Die Frau hatte an allen Aktionen der Tierrechtsorganisation teilgenommen, unter anderem an Jagdsabotagen, Tiertransportblockaden und Demonstrationen. Ab September 2008 wurde sie nicht mehr gesehen. Die Frau gab an, sie gehe nach Frankreich.

Zu den Hintergründen:
Bereits am 2. März 2010 wurde das Verfahren gegen 13 Tierschützer am Landesgericht Wiener Neustadt (Niederösterreich) eröffnet. Sie sind der Bildung einer kriminellen Organisation angeklagt. Seit dem Bekanntwerden des Falls ist der sogenannte "Mafia-Paragraph" §278a in heftige Kritik geraten, ebenso wie das Vorgehen der Behörden. Konkrete Beweise, welche die Angeklagten belasten, fehlen bis heute. Das Verfahren wird schätzungsweise noch bis zum Frühjahr 2011 dauern, doch schon jetzt stehen die Tierschützer angesichts der hohen Prozesskosten vor dem finanziellen Ruin. Die Spitzelaffäre ist ein weiterer Höhepunkt in einem Verfahren, das an Absurdität kaum zu überbieten ist.

Die Protokolle des Prozesses sind öffentlich einsehbar (Link in den Quellen).

Animal Rights Group: Police Agent Investigated Undercover

A police informer had investigated against an Austrian animal rights group for 16 months. The woman had joined every action of the organization including campaigns against hunts and livestock transport and various demonstrations. Since September 2008 she hadn't been seen anymore. The woman had claimed that she had gone to France.

Some background information:
On March 2nd the lawsuit against 13 animal rights activists was opened at the regional court of Wiener Neustadt (Lower Austria). They are accused of setting up a criminal organization. After the so-called "Mafia Paragraph" became known it was criticized for its imprecise formulation as well as the police force for their bad organization. There is still no evidence proving the group's guilt. The lawsuit will probably take until spring 2011, however, the activists are already ruined financially because of the high costs of the trial. The spy scandal is just another highlight of a totally absurd court case.

Sources are in German

11.11.10 - 22:12:22 (+0100)

copy link button Mangrovenwälder auch von finanzieller Bedeutung

Mangrovenwälder gehören zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. In den Wurzeln dieser Bäume finden unter anderem Fische, Krebse, Larven und Muscheln ein sicheres Zuhause, in der Krone leben eine Vielzahl verschiedener Reptilien, Säugetiere und Vögel.

Brasilianische und deutsche Forscher fanden nun in einer Langzeitstudie heraus, dass der Rückgang der Mangrovenwälder auch finanzielle Nachteile mit sich bringt. Fischereierträge gehen in den Gebieten, wo diese Wälder fehlen, stark zurück. Mangroven sind aber nicht "nur" optimale Habitate für Tierarten aller Art sondern übernehmen auch eine wichtige Rolle im Küstenschutz. Laut dem Hauptautor des Buches "Mangrove Dynamics and Management in North Brazil", in dem die Forschungsergebnisse gesammelt sind, Ulrich Saint-Paul, schwächten bei der Tsunami-Katastrophe 2004 Mangroven die Wucht der Wellen ab, in diesen Gebieten waren die Schäden dann weniger groß. Dadurch dass Mangroven viel Biomasse produzieren, spielen sie außerdem im weltweiten Kohlenstoff-Kreislauf eine wichtige Rolle.

Trotz ihrer großen Bedeutung für Mensch, Tier und Umwelt sind Mangroven-Wälder gefährdet. Im Vergleich zu Regenwäldern sind sie sogar stärker von Abholzung betroffen. Küstengebiete sind beliebte Siedlungsgegenden, Mangroven werden gefällt um Platz für neue Bauten zu schaffen.

Auch die Garnelenzucht hat einen hohen Platzbedarf. Da die Zuchtanlagen häufig in Küstengebieten errichtet werden, leiden die Mangroven sehr unter der steigenden Nachfrage nach Garnelen insbesondere in Japan, in Europa und in den USA, wohin die kleinen Krebse exportiert werden. Auf Grund dieser Umweltunverträglichkeit stehen sowohl Zucht- als auch Wildgarnelen und Shrimps aus den Tropen auf der roten Liste des WWF-Fischführers.

Die Kenianische Umweltschutzorganisation COBEC beschäftigt sich unter anderem mit dem Schutz von Mangrovenwäldern. Bitte unterstützen Sie ihre Bemühungen, diese einzigartigen Ökosysteme wieder aufzuforsten mit einer kleinen Spende (Links in den Quellen / Englisch). 1 Baum kostet in etwa 5 Euro.

Mangrove Forests also of Financial Importance

Mangrove forests belong to the most productive ecosystems of our planet. The roots of these trees provide homes for different kinds of fish, crabs, grubs and mussels and there are mammals, birds and reptiles living in the crowns.

Brazilian and German researchers found out in a long-term study that deforestation of mangroves does not "only" harm the environment but also causes financial damage. Fishing revenues decrease in the areas where these forests are missing. However, mangroves are not only ideal habitats on which many species depend but they play an important role in the protection of coastal regions. According to the main author of the book "Mangrove Dynamics and Management in North Brazil" in which the research results are summarized, Ulrich Saint-Paul, mangroves weakened the impact of the Tsunami waves of 2004. Therefore, areas where mangrove still exist were less affected by the catastrophe. Because mangroves produce much biomass they also play an important part in the global carbon cycle.

Despite their importance for humans, environment and animals mangrove forests are endangered. Compared to rain forests they are even more affected by deforestation. Coastal regions are favored settlement areas. Mangroves are cut down to gain more space for new buildings

Prawn breeding does also require much space. Because the prawn farms are usually built in coastal regions mangroves suffer from the increasing demand especially in Japan, Europe and the U.S. Due to this huge environmental impact neither wild nor cultured prawns and shrimps should be bought

The Kenyan environmental organization COBEC is working on the protection of mangrove forests. Please support their efforts with a small donation (link in the sources). 1 Tree costs about 6.50 USD.

Sources in German apart from cobec.info.

03.11.10 - 15:31:52 (+0100)

copy link button Wolfsrüde im Straßenverkehr getötet

Am vergangenen Freitag wurde der Rüde eines Wolfsrudels in Brandenburg von einem Auto erfasst. Das war laut NABU der zehnte Wolf, der seit 2000 im Straßenverkehr gestorben ist. Der Verlust ds Rüden bedroht nun die Existenz des ganzen Rudels, schließlich brauchen Wölfe einen männlichen Anführer. Hoffnung besteht dennoch: In der Gegend, wo das Tier gefunden wurde, leben derzeit noch fünf weitere Gruppen. Aufgrund einer Behinderung konnte man das tote Tier schnell identifizieren und einer Population zuordnen.

Dieses Beispiel führt uns vor Augen, wie gefährlich der Straßenverkehr auch für seltene Tierarten ist. Durch die Errichtung von Grünbrücken z.B. über Autobahnen oder durch die Etablierung kleinerer Schutzgebiete, die den Tieren Rückzugsmöglichkeiten auf ihren Wanderungen böten, könnte man die Gefahr eindämmen.

Wolf Killed by Car

Last Friday a male wolf was hit by a car in the German federal state of Brandenburg near the capital Berlin. According to the NABU, a German environmental organization, this was the 10th wolf that died in traffic since 2000. The death does now threaten the whole pack because wolves need a male leader. However, there is still some hope: In the area where the animal was found there are still 5 more groups living. Because of a retardation the wolf could be easily identified.

This example shows us how dangerous traffic is also for endangered species. The construction of bridges for instance over motorways or the establishment of small sanctuaries serving as retreat areas for migrating animals could reduce the danger wildlife has to face

Source in German

Sources: nabu.de       
01.11.10 - 00:53:35 (+0100)

copy link button UN-Artenschutzkonferenz: Erfolg in Sicht

Fast zwei Wochen berieten die 193 Mitgliedsstaaten der Konvention für Biodiverstät über Maßnahmen zum Schutz bedrohter Arten. Nun hat man sich auf einen 20-Punkte-Plan geeinigt, der vielerorts als "Meilenstein" gefeiert wird. Jetzt liegt es an den Staaten, die Versprechen einzuhalten und die Beschlüsse umzusetzen.

Diese umfassen unter anderem die Erweiterung von Schutzgebieten. Bisher sind in etwa 13 Prozent der Landfläche und ein Prozent der Meere geschützt. Das soll nun auf 17 bzw 10 Prozent erhöht werden. Des Weiteren einigte man sich auf besseren Schutz von Wäldern und Korallenriffen.

Auch das ABS-Protokoll, eines der Hauptthemen der Konferenz wurde nach zähen Verhandlungen durchgebracht. Das Protokoll sieht vor, Länder in denen biologische Ressourcen gewonnen werden, künftig am Gewinn, der aus diesen Ressourcen erwirtschaftet wird, gerecht zu beteiligen. Damit soll der Raubbau gestoppt werden.

Auch wenn das Ergebnis von vielen Seiten (zum Beispiel vom WWF, vom NABU und vom Japanischen Umweltminister Ryu Matsumoto) als "historischer Erfolg" gefeiert wird, gibt es auch Bedenken. Kritiker meinen, dass es schon vor Jahren eine ähnliche Einigung gab, damals scheiterte es angeblich an der Umsetzung.

Die nächste UN-Artenschutzkonferenz wird 2012 in Indien stattfinden.

Convention on Biological Diversity: Chances of Success

After the Convention on Biological Diversity which has almost taken two weeks there are chances of success. The 193 parties worked out a program to save endangered species and the last healthy ecosystems. The result of the convention is celebrated as "milestone" in many places. Now it's up to the states to keep their promises and put them into practice.

The program includes amongst others the expansion of sanctuaries. Up to now, 13 per cent of the land area and only one per cent of the seas are protected. That shall now increase up to 17 per cent and 10 per cent respectively. Moreover the countries agreed on a better protection of forests and coral reefs on which so many species depend.

Also the ABS-protocol, one of the main topics of the convention, was put through after tough negotiations. This protocol shall ensure that countries in which biological resources are obtained must participate in the profit. The regulation shall also stop overexploitation.

Although the result is celebrated by many parties (f.e. by the WWF, by the German Society for Nature Conservation and by the Japanese environment minister Ryu Matsumoto) as "historical success" there are still doubts. Some people say that there has already been a similar result some years ago but it failed due to insufficient implementation.

The next Convention on Biological Diversity will take place in India in 2012.

Sources are in German apart from cbd.int - Press Release

27.10.10 - 01:05:46 (+0200)

copy link button weiterhin Wirbel um Panther Johnny

Das Schicksal des Panthers Johnny, der in letzter Zeit häufig in der Nähe von Trier gesichtet wurde ist weiterhin ungewiss. Zwar ist die Raubkatze noch immer zum Abschuss freigegeben, der Jagdverband warnt jedoch seine Mitglieder davor, das Tier zu erlegen, nicht zuletzt deshalb, weil man einen Imageschaden befürchtet. Indes versprachen Behörden und Forstverbände, keine Hetzjagd auf den Leoparden zu veranstalten.

Die Grüne Jugend Trier-Saarland startete am Samstag eine Unterschriftenaktion gegen den Abschuss des Panthers. Sie argumentieren, dass der Leopard eine gefährdete Art sei und dass er sich sehr ruhig verhalte. In der Tat ist die Großkatze dem Menschen gegenüber sehr scheu. Das bestätigten auch Passanten, die Johnny begegnet sind. Der Panther ist nun ein ganzes Jahr unterwegs und es gab noch keinen Zwischenfall, in dem ein Mensch involviert war. Eine Umfrage der Website volksfreund.de von der gleichnamigen Zeitung zeigt, dass eine große Mehrheit der Befragten will, dass das Tier eingefangen, aber nicht getötet wird. Nur wenige Leute halten den Abschuss für notwendig.

Kritik kommt auch vom Filmtiertrainer Hermann Lock. Er sagt, man müsse das Tier nicht töten, man könne es mit Hunden auf einen Baum treiben und dort problemlos betäuben. Er wirft den Behörden vor, die Angst in der Bevölkerung absichtlich zu schüren.

Panther Johnny's Destiny still uncertain

The destiny of the panther which was recently seen several times near the German town of Trier is still uncertain. The hunting association advised its members not to shoot the big cat not least because killing the animal might cause damage to the hunters’ image. Meanwhile the authorities promised that there won’t be a battue.

The leopard is an endangered species and furthermore Johnny has never behaved aggressively towards humans and is shy. Pedestrians who have already seen the panther support this statement. The big cat has been roaming around for one year now and there haven’t been any problems with humans so far. A survey of the German newspaper “Volksfreund”’s website shows that a large majority of the participants want Johnny to be caught and caged. Only very few people say that shooting the animal is unavoidable.

Hermann Lock, a film animal’s trainer, says that there is no need to kill Johnny. It’s also possible to use dogs to drive the panther onto a tree and anesthetize it there. He accuses the authorities of inciting panic.

Sources in German apart from animalright.org - Panther near Trier: Allowed to be Shot

25.10.10 - 00:46:34 (+0200)

copy link button Wolf in Bayern nicht willkommen

Eigentlich ist es ein Grund zur Freude: Schon seit mehreren Monaten treibt sich in Bayern ein Wolf herum. Willkommen ist das Tier im Freistaat jedoch nicht. Der Bürgermeister von Bayrischzell Helmut Limbrunner von den Freien Wählern will jedenfalls, dass das Tier zum Abschuss freigegeben wird. Diese Einstellung begründet er mit dem Satz: "Wir sind der Meinung, dass der Wolf hier bei uns keine Lebensberechtigung hat. Wir sind ja eine Kulturlandschaft und kein Wildzoo"

Droht dem Wolf jetzt dasselbe Schicksal wie dem Bären Bruno vor 4 Jahren? Darüber wird zur Zeit noch heftig debattiert. Der Wolf unterliegt strengem Naturschutz. Heute leben in Deutschland nur mehr etwa 50 Wölfe, die meisten davon im Osten des Landes. Demzufolge wird dem Wolf nach derzeitigem Stand der Dinge zumindest den Winter in der Gegend nahe der Grenze zu Tirol verbringen dürfen. Bauern und Landwirte sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden.

Der Wolf hatte zuletzt einige Schafe gerissen, die angefallenen Schäden werden den Bauern aber in jedem Fall ersetzt. In den kommenden Monaten will man auch mit den Bauern über mögliche Maßnahmen diskutieren, wie man Wildtiere von Nutztieren fernhalten kann.

Wolf not welcome in Bavaria

It's actually good news: There has been a wolf roaming around the area of Mangfallgebirge in Bavaria for a couple of months. However, the animal is not welcome. The mayor of the village Bayrischzell wants the animal to be shot. He explains his opinion as follows: "We think that the wolf does not have the right to live in this area. After all, this is a cultivated landscape and no wildlife park."

Does the animal await the same destiny as Bruno the bear four years ago? This is being discussed right now. The wolf is strictly protected. There are only 50 wolves living in Germany nowadays, most of them in the Eastern part of the country. Accordingly, the animal will probably be allowed to stay in the area near the Tyrolean border at least during wintertime. Farmers and innkeepers disagree with the decision.

In the last couple of weeks the wolf has killed several sheep, however, the farmers are definitely compensated. In the following months there will be some discussions about possible methods how to keep predators away from farm animals.

Sources in German

23.10.10 - 12:30:26 (+0200)

copy link button WWF: Alle 30 Stunden verschwindet ein Nashorn

Alarmierende Zahlen vom WWF: Alle 30 Stunden fällt in Südafrika ein Spitz- oder Breitmaul-Nashorn der Wilderei zum Opfer. Dieser Wert sei nur in den 1970-er Jahren ähnlich hoch gewesen, heißt es von der Umweltschutzorganisation. Kritisch ist die Lage aber auch im Nachbarland Simbabwe, wo durch die instabile Regierung Wilderei wieder verstärkt stattfindet.

Das Horn der Tiere wird vor allem in asiatische Länder verkauft, zum Beispiel nach Vietnam. In diesen Regionen gilt das Horn noch immer als Heilmittel. Des Weiteren sei in Vietnam laut dem WWF zwar der Handel verboten, der Besitz des Horns jedoch erlaubt.

Auch in Kenia, Tansania und Mosambik fielen Nashörner Wilderern zum Opfer, wenn auch nicht in dem großen Ausmaß wie in Südafrika und Simbabwe.
Der geplante Highway durch die Serengeti würde Wilderern die Möglichkeit geben, sich unbemerkt in den Nationalpark einzuschleichen. Bitte helfen Sie mit, den Bau der Autobahn zu verhindern. (Link siehe Quellen)

WWF: Every 30 Hours a Rhino Disappears

Alarming news by the WWF: Every 30 hours a black or white rhinoceros disappears in South Africa because of poaching. This number has only been reached in the 1970s according to the environmental organization. However, there are also big problems in the neighboring country Zimbabwe where poaching is increasing due to the unstable government.

The horn of the animals is primarily sold in Asian countries for example in Vietnam. In these regions the horn is still valuable because it is said to cure various diseases. Moreover, although trading rhino horn is not permitted in Vietnam, the posession is legal.

Some rhinos were also killed in Kenya, Mozambique and Tanzania but not to the same extent as in South Africa and Zimbabwe.
The planned highway through Serengeti would give poachers the opportunity to get into the National Park unrecognized. Please help to stop the construction of the motorway (link: see sources)

21.10.10 - 21:12:49 (+0200)

copy link button Panther bei Trier: Zum Abschuss freigegeben

Im Sommer des letzten Jahres entkam ein Leopard aus einem Gehege in Frankreich. Seitdem streift er im Grenzgebiet zwischen Belgien, Luxemburg und Deutschland umher.

Nun berichteten Passanten erstmals seit langer Zeit wieder von der Sichtung des Schwarzen Panthers mit Namen Johnny, diesmal in der Nähe der Stadt Trier (Rheinland-Pfalz). Im Winter hatte man die Suche nach dem Tier eingestellt, da es nicht zu finden war.

Grund zur Besorgnis gibt es allerdings kaum, denn der Panther hat sich bisher noch nie aggressiv dem Menschen gegenüber verhalten. In den betroffenen Gebieten wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten, sollte man dem Panther gegenüberstehen, sei es ratsam, sich ruhig verhalten, heißt es von der Polizei.

Nun haben die Behörden das Tier zum Abschuss freigegeben, obwohl der Leopard eine streng geschützte Art ist und obwohl es bisher keine Probleme mit ihm gab.

Panther near Trier: Allowed to be Shot

Last year in summer a leopard broke out from his cage in France. Since then it has been migrating in the border area between Belgium, Luxembourg and Germany.

Now walkers reported on the sighting of the black panther named Johnny for the first time since winter 2009. It was currently seen nearby the German town Trier in the federal state of Rheinland-Pfalz. In winter, the search was stopped because the animal could not be found.

Actually there is no reason to be worried because the panther has never behaved aggressively towards humans. In the affected areas the people are advised to be attentive and to remain calm when facing the leopard according to the police.

Now the authorities have permitted to shoot the animal although the leopard is protected and although there have never been any problems.

Source in German

Sources: abendblatt.de       
20.10.10 - 09:45:22 (+0200)

copy link button WWF: Tierschutzmauer versperrt Schwedenplatz

Eine 13 Meter lange und drei Meter hohe Mauer versperrt Passanten heute den Weg zum Schwedenplatz in Wien. Ziel der Aktion des WWF sei es, die Leute auf die Hindernisse aufmerksam zu machen, die Wildtieren auf ihren Wanderungen entgegengestellt werden. Damit sind vor allem die Verkehrswege gemeint, die Hirsch, Wolf & Co die Wege abschneiden.

Eine mögliche Lösung wäre es, Grünbrücken z.B. über Autobahnen zu errichten oder die Etablierung von Trittsteinbiotopen, welche als Zufluchtsorte inmitten von Kulturlandschaften fungieren. Ein Beipiel für ein solches Projekt wäre der "Alpen-Karpaten-Korridor", der den Wildtieren zusätzlich 150 Kilometer Platz bereitstellen könnte.

Die Mauer wird noch bis heute 18:00 Uhr stehen.

WWF: "Wall for Animal Care" in Vienna

A 13-meter-long and 3-meter-high wall was built up in the center of Vienna today. According to the WWF, people should become aware of the difficulties wild animals face when trying to migrate to other places, especially traffic routes turn out to be big problems for wolves, deer, lynxes and so on.

A solution would be the construction of bridges over motorways or the establishment of smaller sanctuaries.

Source in German

Sources: wien.orf.at       
19.10.10 - 20:51:57 (+0200)

copy link button Britische Katzenquälerin vor Gericht

Die Britin Mary B. musste sich heute wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Sie hatte Ende August eine Katze in eine Mülltonne geworfen. Erst nach 14 Stunden wurden die Besitzer des Tieres durch das laute Miauen aufmerksam.

Neuesten Meldungen zufolge wurde die 45-Jährige zu einer Geldstrafe von etwa 285€ verurteilt. Das milde Urteil begründet der Richter damit, dass die Frau bereits wegen zahlreicher Hass-Kampagnen im Internet gestraft sei und dass der Katze keinerlei Schäden geblieben sind.

In der Tat ist es aber nur dem Zufall zu verdanken, dass das Tier überlebt hat. Des Weiteren zeigte Mary B. zumindest anfangs keine Reue, sie habe die Katze lediglich "aus Spaß" in die Tonne geworfen.

British Cat Torturer on Trial

The Briton Mary B. was on trial for animal cruelty today. At the end of August she had thrown a cat into a waste container. The animal called attention to itself by meowing loudly. It was finally rescued by the owners after 14 hours.

According to the latest news, the 45-year-old woman was fined with 285€ (385 dollars). The judge justified the mild sentence with the many hate campaigns Mary B. faces and with the fact that there aren't any injuries or psychological damages remaining.

In fact the cat was only very lucky to have survived. Furthermore, Mary B. didn't regret anything at first. She said that she had thrown the cat into the waste container "just for fun".

Sources are in German.

18.10.10 - 18:05:03 (+0200)

copy link button UNO-Artenschutzkonferenz berät in Japan

In Nagoya (Japan) kommen heute Vertreter aus allen 193 Mitgliedsstaaten der Kovention für Biodivärsität zusammen, um über Maßnahmen für den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten zu beraten. In den kommenden zwölf Tagen sollen Ziele bis 2020 ausgearbeitet werden.

Zunehmende Weltbevölkerung und die damit verbundene Zerstörung der natürlichen Lebensräume gefährden die Artenvielfalt. Laut der IUCN sind ein Viertel der Säugetierarten, ein Drittel der Amphibien und jede fünfte Pflanzenart vom Aussterben bedroht.

Ein weiteres Thema, das die Artenschutzkonferenz beschäftigt, ist das ABS-Protokoll. Das soll die gerechte Verteilung von Erlösen aus biologischen Ressourcen sichern. So soll beispielsweise ein Pharmakonzern, der Arzneien aus tropischen Pflanzen gewinnt, Abgaben an die Bevölkerung des Ursprunglandes leisten.

Die USA haben als einziges Industrieland die Konvention abgelehnt.

UNO: Convention on Biological Diversity started in Japan

Today, representatives of all 193 parties of the Convention on Biological Diversity in Nagoya (Japan) deliberate what can be done to ensure conservation of animal and plant species. In the next twelve days goals for the next 10 years will be worked out.

The destruction of natural habitats which is a consequence of the increasing world's population are a threat to biodiversity. According to the IUCN one fourth of all mammal species, one third of the amphibians and every fifth plant species is endangered.

Another important topic of the Convention on Biological Diversity is the ABS-protocol. This shall ensure a fair sharing of revenues from biological resources. For example a pharmaceutical company that produces drugs of tropical plants shall pay a certain fee to the population of the country of origin.

The U.S are the only industrial country that has refused the convention.

Sources are in German apart from cbd.int - List of Parties

Seite zuletzt bearbeitet am: unbekannt


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